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Mittwoch, 18.01.2017
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Pinguinen schmilzt das Eis unter den Füßen weg

Steigende Temperaturen auf der antarktischen Halbinsel sorgen für erste Probleme

Pinguine, die um die antarktische Halbinsel brüten, bekommen zunehmend Probleme mit dem Klimawandel. Die Umweltorganisation WWF berichtet, dass vor allem den Kaiserpinguinen und den Adeliepinguinen das Eis unter den Füßen weg schmilzt. Esels- und Kehlstreifpinguine macht hingegen vor allem das schlechtere Nahrungsangebot zu schaffen.
Kaiserpinguin

Kaiserpinguin

Vor allem die Region um die antarktische Halbinsel erwärmt sich schneller als andere Erdteile, das zeigen die Messungen der letzten Jahrzehnte. In einigen Regionen wurde ein fünf Mal so schneller Anstieg der Temperaturen beobachtet wie im weltweiten Durchschnitt. Die Erwärmung des Wassers reicht bis zu einer Tiefe von 3.000 Meter. Auch das Packeis ist auf dem Rückzug: Um 40 Prozent ist das Meereis um die antarktische Halbinsel in den vergangen 26 Jahren zurückgegangen.

Eier versinken im Meer


Wärmere Winter, stärkere Winde und dünneres Eis stellen insbesondere die Kaiserpinguine vor Probleme. „Je früher das winterliche Packeis aufbricht, desto mehr Eier und Jungtiere werden von den Fluten verschlungen„, berichtet Volker Homes, Artenschützer vom WWF Deutschland.

Die klimatischen Veränderungen der Antarktis beinträchtigen zudem das Nahrungsangebot. „Das Leben der Pinguine ist ohnehin hart. Mit dem Klimawandel wird das Überleben für viele Tiere noch einmal härter„, so Homes. Bei einigen Kolonien von Kehlstreifpinguinen habe die Zahl der Tiere um über 60 Prozent abgenommen. Wegen der schlechten Nahrungssituation werde es für die Vögel zunehmend schwieriger, ihre Jungen durchzubringen.


Verdrängungswettbewerb verschärft sich


Einige Tiere suchen sich neue Jagdreviere. Genau das macht Esels- und Kehlstreifpinguine wiederum zu Konkurrenten für Adeliepinguine, die jetzt mit ihren Verwandten um das ohnehin immer knappere Nahrungsangebot konkurrieren. Auch die Kolonien der Adeliepinguine sind in den vergangenen Jahren deutlich geschrumpft.

Das Beispiel zeigt, dass oft schon geringe Temperaturschwankungen eine Kaskade von Folgewirkungen auslösen könne. Der WWF nimmt den Report zum Anlass, bei den Industrieländern deutliche Einschnitte bei ihren Treibhausgasemissionen einzufordern.
(WWF, 12.12.2007 - NPO)
 
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