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Dienstag, 17.01.2017
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Adulte Stammzellen helfen Herzkranken

Neues Behandlungsverfahren erstmals am Menschen eingesetzt

Wissenschaftler der University of Pittsburgh School of Medicine haben jetzt erstmals nachgewiesen, dass eine Behandlung mit Stammzellen bei Herzversagen erfolgreich sein kann. In einer Studie an 20 Patienten mit Herzversagen konnten Injektionen mit adulten Stammzellen die Leistungsfähigkeit des Herzens deutlich steigern.
Stammzellen

Stammzellen

Bereits frühere Studien hatten das Potenzial erwachsener Stammzellen, den Herzmuskel zu unterstützen und das Wachstum von Blutgefäßen zu fördern, gezeigt. Die aktuelle Studie weist laut BBC erstmals die konkrete Einsetzbarkeit dieses Verfahrens nach. Der leitende Wissenschaftler Robert Kormos erklärte, dass diese Forschungsergebnisse die Behandlung entscheidend verändern könnten.

Alle Teilnehmer der Studie litten an einem schweren Herzversagen, ihr Herz war nicht mehr in der Lage das Blut effektiv zu transportieren. Um die Wirkung der Behandlung erfassen zu können, konzentrierten sich die Wissenschaftler auf die so genannte Auswurffraktion, ein Normalmaß für die Herzleistung. Sie wird durch die Gesamtmenge des Blutes bestimmt, die durch die linke Herzkammer gepumpt wird. Bei einem gesunden Menschen liegt die Auswurffraktion bei 55 Prozent.

Zu Beginn der Tests verfügten die Teilnehmer über Auswurffraktionen von weniger als 35 Prozent. Bei allen Patienten wurde eine Bypass-Operation durchgeführt. Während der Operation erhielt ein Teil zwei verschiedene Arten von Stammzellen, die aus ihren Hüftknochen entnommen worden waren. Diese Zellen wurden in 25 bis 30 Stellen des beschädigten Herzmuskels injiziert.


Es zeigte sich, dass jene, denen Stammzellen in die geschädigten Herzbereiche injiziert wurden, mehr Blut transportieren konnten als jene, die nur operiert wurden. Nach sechs Monaten verfügte diese Gruppe über eine Auswurffraktion von 46,1 Prozent, die andere über 37,2 Prozent. Die Behandlung mit den Stammzellen schien keine ernsten Nebenwirkungen zu verursachen.
(PTE/g-o.de, 28.04.2004 - NPO)
 
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