• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Samstag, 21.10.2017
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

Naturkatastrophen: Karte zeigt Gefahrenzonen

Erste Ergebnisse für Hochwasser und Erdbeben vorgestellt

Orkane, Hochwasser, Erdbeben: Schäden durch Naturkatastrophen nehmen auch in Deutschland zu. Für die Vorhersage, Bewältigung und Schadensbegrenzung solcher Ereignisse werden jedoch präzise Daten über die Gefährdung einzelner Gebiete gebraucht. Wissenschaftler des Center for Disaster Management und Risk Reduction (CEDIM) der Universität Karlsruhe und des GeoForschungsZentrums Potsdam arbeiten deshalb an einer detaillierten Risikokarte für Deutschland.
Mit welchen Methoden und Instrumenten lässt sich das Risiko eines Hochwassers korrekt beurteilen? Wissenschaftler des CEDIM erläutern dies anhand des Neckars: So geben sie für die Neckarregion eine Beurteilung des Hochwasserrisikos ab und zeigen, dass in bestimmten Fällen mit enorm hohen Schäden zu rechnen ist. Grundlage dieser Arbeiten sind Gefährdungs- und Risikokarten.

Risikokarte

Risikokarte

Baden-Württemberg gehört zu den Bundesländern, die in Deutschland am stärksten durch Erdbeben gefährdet sind. Hohe Bevölkerungsdichten und Industrieansiedlungen sowie eine dichte Infrastruktur verschärfen die Situation zusätzlich. Für den Raum Stuttgart präsentieren die Forscher deshalb mehrere Erdbebenszenarien, die auch konkrete Werte der zu erwartenden Schäden im Falle eines Erdbebens enthalten.

Hochwasser und Erdbeben sind nur zwei von mehreren Risiken, welche die Wissenschaftler am CEDIM untersuchen. Weitere Themen sind Stürme, Weltraumwetter, die Gefährdung der Infrastrukturen von Auto- und Eisenbahn sowie Man-Made Hazards. Professor Lothar Stempniewski, Sprecher des CEDIM, erklärt: "Wir definieren für jedes Gebiet so genannte Verletzlichkeiten auf Basis von unterschiedlichen Parametern, wie beispielsweise Bevölkerungsdichten oder der Verteilung von Gebäuden." Anhand dieser Werte errechnen die Forscher Schadenspotenziale, die in Euro angegeben werden und von der Art und Schwere der Katastrophe abhängen.


Mit ihren Untersuchungen möchten die Wissenschaftler die Risiken für die einzelnen Gebiete quantifizierbar und damit vergleichbar machen. Da diese Aufgabe durch herkömmliche wissenschaftliche Arbeit, die sich auf einzelne Disziplinen konzentriert, nicht erreichbar ist, arbeiten Wissenschaftler ganz unterschiedlicher Fachrichtungen im CEDIM zusammen. Beteiligt sind Gruppen aus dem Ingenieurwesen, aus der Meteorologie, Geologie, Geophysik, Hydrologie, Versicherungswissenschaft, Risikowissenschaft, Ökonomie und der Geoinformatik.
(Universität Fridericiana Karlsruhe, 27.04.2004 - NPO)
 
Printer IconShare Icon