• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Donnerstag, 25.05.2017
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

Schwere Sturmflut an der Nordseeküste

Volltreffer bei den Prognosen

Die erste schwere Sturmflut des Jahres hat Deutschland erreicht. Sie sorgte für stark erhöhte Pegel an den Nordseeküsten Niedersachsens und Schleswig-Holsteins. In Emden lagen die Werte beispielsweise 3,29 Meter, auf den Inseln Norderney und Langeoog 2,55 Meter beziehungsweise 2,53 Meter über dem normalen Tidehochwasser. Sie blieben damit aber weitgehend in dem vorhergesagten Bereich, zu größeren Schäden kam es nur vereinzelt.
Sturmflut

Sturmflut

So wurden am Nordstrand der Düne auf Helgoland hunderttausende Kubikmeter Sand von den Wassermassen weggeschwemmt. Nach Angaben des Bürgermeisters der Insel, Frank Botter, drohen nun Kosten in Millionenhöhe.

Zuvor war das Wasser in England und den Niederlanden zwar ebenfalls gefährlich angestiegen, aber auch dort hielten die Deiche und es kam nur in wenigen Regionen zu Überschwemmungen. Aus Sicherheitsgründen wurden in Großbritannien trotzdem über 1.000 Menschen evakuiert. Auch das Flutwehr der Themse musste geschlossen werden. In den Niederlanden stand der Betrieb in Europas größtem Hafen, Rotterdam, weitgehend still und die Sturmflutbarriere am Nieuwe Waterweg nahe der Großstadt wurde erstmals geschlossen, um größere Schäden zu vermeiden.

Kein Land unter in Niedersachsen


Auch in Niedersachsen hatten die zuständigen Behörden rechtzeitig die notwendigen Schutzmaßnahmen ergriffen. So hatte das Emssperrwerk bei Gandersum im Landkreis Leer bereits am Freitagvormittag die Schotten dicht gemacht, um das stromaufwärts liegende Hinterland bis einschließlich Papenburg vor der eindringenden Tide zu bewahren. Auf den Ostfriesischen Inseln sorgten der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und die Kommunen dafür, dass die notwendigen Vorkehrungen für die Deichverteidigung ergriffen und unter anderem Deichwachen organisiert wurden.


Der NLWKN hatte bereits seit Dienstag vor einer Sturmflut gewarnt. "Sehr schwere Sturmfluten treten – statistisch gesehen – nur etwa alle 20 Jahren auf", erläuterte Hans-Gerd Coldewey vom Sturmflutwarndienst des NLWKN. Insgesamt lagen die Wasserstände unter denen der Allerheiligenflut vom 1. November 2006. Für die kommenden Tage werden nur geringfügig erhöhte Wasserstände erwartet.

Die Hochwasserstände der Inseln und der Küste im Einzelnen:


Norderney (2,55m),
Langeoog (2,53m),
Spiekeroog (2,58m),
Wangerooge (2,63m),
Knock (3,11m), Emden (3,29m),
Emssperrwerk (3,44m),
Leyhörn (2,78m),
Bensersiel (2,76m),
Leuchtturm Alte Weser (2,46 m),
Wilhelmshaven (3,08m) und
Cuxhaven (2,91m).

Alle Angaben beziehen sich auf die Werte über dem normalen Tidehochwasser. (Stand 09.11.2007, 16.30 Uhr)
(Niedersächsische Landesregierung, 09.11.2007 - DLO)
 
Printer IconShare Icon