Scinexx-Logo
Scinexx mobil
Mobil
Jetzt neu: Nutzen Sie unser Smartphone optimiertes Angebot.
Erfahren Sie mehr
Scinexx auf Facebook
Werden Sie Scinexx-Fan und kommentieren Sie unsere Artikel auf Facebook!
Scinexx auf Facebook
Newsletter
Bestellen Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!
Weitere Titel bei Amazon
Unser Partner
Logo Bild der Wissenschaft
Wissen erleben
Science Center
Naturkundemuseen
Sternwarten
Planetarien
Zoos
Nationalparks
Naturparks
Geoparks
Besucherbergwerke
Botanische Gärten
Schülerlabore
Lernwelten
Lernwelten

Erleben, Lernen, Wissen
Antworten auf viele Fragen zu Alltagsphänomenen, kniffelige Quizze, spannende Tipps für Entdeckernaturen und vieles mehr...

Licht im Dunkel des Ozeans
Neuartiges Gerät zur optischen Erfassung von Kleinstlebewesen im Meer
Die im Meer treibenden Kleinkrebse sind die Nahrungsgrundlage der meisten Fischarten und damit ein wichtiger Bestandteil des Nahrungsnetzes. Jetzt können Meeresbiologen diese Planktonorganismen dank eines neuen Messgeräts sehr viel effektiver und präziser untersuchen als dies bisher möglich war.
Plankton
Plankton
© AWI
Die meisten Fischarten ernähren sich zumindest als Jungfische von im Wasser treibenden Kleinkrebsen. Dieses so genannte Zooplankton ist zwischen 0,2 und 50 Millimeter groß und ernährt sich von mikroskopisch kleinen Algen. Damit ist es ein Bindeglied zwischen der pflanzlichen Produktion und den Fischbeständen im Meer. Wie es um das Plankton bestellt ist, hat demnach einen unmittelbaren Einfluss auf die Fischbestände und damit auf die Fischerei.

Zählen nun direkt im Meer möglich
Um den Zusammenhang zwischen verschiedenen Umweltfaktoren und der Produktion im Meer zu verstehen, benötigt man eine genaue Kenntnis der Planktonverteilung. Die Erforschung dieser winzigen Tiere war bislang jedoch sehr schwierig. Herkömmliche Fangmethoden mit Planktonnetzen erfordern einen hohen Zeitaufwand an Bord, noch länger dauert die Auswertung der Proben im Labor.

Aus diesem Grund hat eine Gruppe von Wissenschaftlern des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft gemeinsam mit der Firma iSiTEC GmbH in Bremerhaven ein optisches Gerät entwickelt, mit dem die Planktonorganismen direkt im Meer erkannt und erfasst werden können. Für viele Fragestellungen müssen die Tiere daher nicht mehr aus dem Meer heraus gefischt und im Labor untersucht werden.

Messgerät LOKI beim Ausbringen ins Meer
Messgerät LOKI beim Ausbringen ins Meer
© AWI Messgerät LOKI beim Ausbringen ins Meer
LED und Kamera erhellen den Blick
Das neu entwickelte optische Messsystem LOKI zeichnet mit Hilfe einer schnellen, hoch auflösenden Digitalkamera sowie einer Bildverarbeitung in Echtzeit kontinuierlich die Artenvielfalt der Kleinkrebse im Meer auf. Eine LED-Beleuchtung setzt die winzigen Objekte unter Wasser ins rechte Licht. Gleichzeitig werden Daten zu Salzgehalt, Temperatur und Algenkonzentration des umgebenden Wassers aufgezeichnet. Eine spezielle Software unterstützt die Klassifizierung der Arten sowie die Verwaltung der Daten.

"Somit ist es nun erstmalig möglich, die klein- und großräumige Verteilung von Zooplankton in Bezug auf ihre direkten Umweltparameter zu untersuchen", so Dr. Hans-Jürgen Hirche, Projektleiter am Alfred-Wegner-Institut. LOKI kann als geschlepptes Gerät hinter einem Schiff betrieben werden und ist auch in leicht abgewandelter Form im Labor zur Auswertung lebender und konservierter Proben geeignet. Erste wissenschaftliche Ergebnisse wurden bereits mit dem System gesammelt. Am 8. Oktober ist LOKI von einer Expedition in einem schwedischen Fjord zurückgekehrt. Die Laborausführung wurde auf der gerade beendeten Arktisexpedition des Forschungsschiffes Polarstern erfolgreich getestet.
Artikel drucken
Nach verwandten Themen suchen:
Ozean, Plankton, Krebse, Meer, Meeresökologie, Nahrungsnetz, Fischerei, Umwelt, Produktion, LOKI
Weitere News zum Thema
Edelsteine als Indikatoren für die Plattentektonik (21.05.2013)
Rubine und Jade zeigen an, wo die Erdplatten einst kollidierten
Gletscher verursachen ein Drittel des Meeresspiegel-Anstiegs (17.05.2013)
Ein Prozent des Eises in den Gletschern bewirkt genauso viel wie die restlichen 99 Prozent
Hohes Tsunami-Risiko für Iran, Oman und Pakistan (14.05.2013)
Makran Subduktionszone vor der Küste erweist sich als gefährlicher als gedacht
Supernova-Spur in fossilen Mikroben nachgewiesen (10.05.2013)
2,2 Millionen Jahre alte bakterielle Magnetit-Kristalle enthalten Eisen-Isotop aus Sternenexplosion
Versauerung lässt Miesmuscheln kalt (07.05.2013)
Ausreichend Futter kann Nachteile von saurem Wasser zum Teil ausgleichen - noch
Suche
Erweiterte Suche
Offizieller Partner
Wissenschaftsjahr 2013
DOSSIER: Sieht Deutschland bald alt aus?
Dossiers zum Thema
Leben im Wassertropfen
Ein Kosmos für sich
Alleskönner Alge
Von Sushi bis zur Blauen Biotechnologie
Die große Zählung
Bestandsaufnahme in den Meeren der Welt
Meereis
Wimmelndes Leben in salzigen Kanälen
Bedrohtes Paradies Wattenmeer
Wo der Meeresboden begehbar ist...
Quallen
Faszinierende Überlebenskünstler der Ozeane
Haie
Vom Jäger zum Gejagten
News des Tages
Quelle der rätselhaften kosmischen Strahlen entdeckt
Schiffahrt kühlt Atmosphäre
Klima als Motor der Geschichte?
Startschuss für Mega-Beschleuniger FAIR
Mini-Scharnier beeinflusst Hirnfunktion
Licht im Dunkel des Ozeans
Schwere Sturmflut an der Nordseeküste
Bücher zum Thema
Nachrichten aus einem unbekannten Universum
Eine Zeitreise durch die Meere
Expedition Tiefsee
von Gregor Rehder
Der unsichtbare Kontinent
Die Entdeckung der Meerestiefe von Robert Kunzig
Top-Clicks der Woche
1. Zucker macht Goldgewinnung "grün"
2. Ingenieur plant Stromspeicher am Meeresgrund
3. Ältestes Wasser der Erde entdeckt
4. Die Minoer kamen nicht aus Afrika
5. Merkmale des seltensten chemischen Elements enträtselt