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Samstag, 21.01.2017
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Katastrophenvorsorge im Klimawandel

8. Forum Naturkatastrophen beleuchtet neue Risiken

Egal ob in den USA, in Mexiko, China oder Mitteleuropa: Fast überall auf der Erde leben immer mehr Menschen auf immer engerem Platz zusammen. Wirtschaft und Industrie ballen sich zudem um Megacities zu riesigen Zentren. Zwei Entwicklungen mit einer fatalen Konsequenz: Die Auswirkungen von Erdbeben oder Hochwassern nehmen weltweit zu. Wissenschaftler, die dem entgegen wirken wollen, treffen sich am 15. und 16. Oktober 2007 zum 8. Forum Naturkatastrophen an der Universität Karlsruhe.
Hochwasser mit fatalen Folgen

Hochwasser mit fatalen Folgen

Im Mittelpunkt der Veranstaltung, die vom Deutschen Komitee Katastrophenvorsorge (DKKV) und dem Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM) ausgerichtet wird, steht die Katastrophenvorsorge im Klimawandel. Die Wissenschaftler werden beispielsweise darüber diskutieren, wie das Zusammenspiel von Klimawandel und größerer Anfälligkeit der Gesellschaft die Zukunft bestimmt.

Urbanisierungsprozesse werden beleuchtet


Ein anderer Aspekt des Forums behandelt den vorsorgenden Schutz der Infrastrukturen, der das Nerven- und Kreislaufsystem der Gesellschaft sichern muss: Transport und Verkehr, Energie- und Wasserversorgung oder Kommunikation. Thema ist auch, wie das frühzeitige Erkennen und die Warnung vor Auswirkungen von Katastrophen essentiell werden für die Schadensminderung der Zukunft. Schließlich beleuchten die Experten Urbanisierungsprozesse, die neben dem Klimawandel die kommenden Jahrzehnte prägen werden.

Waldbrand

Waldbrand

Aus aktuellem Anlass der extremen Waldbrände in Griechenland im August wird der Feuerökologe am Max-Planck-Institut für Chemie, Professor Johann Georg Goldammer, auf dem Forum die relevanten Aspekte der Katastrophenvorsorge, etwa für die Umweltpolitik, und wahrscheinliche Folgen der Brände wie die Bodenerosion beleuchten. Irmgard Schwaetzer, Vorsitzende des DKKV, zeigt dagegen während des Forums die politischen Implikationen auf. Zudem stehen Professor Friedemann Wenzel, Sprecher des CEDIM, und Professor Lothar Stempniewski, Mitglied des Vorstands der cedim AG, für Fragen bereit.


Sind die Wälder noch zu retten?


Goldammer stellt zudem in einem öffentlichen Vortrag am Montag, 15. Oktober, 20 Uhr, im Tulla-Hörsaal der Universität Karlsruhe die Frage: "Klimawandel und Feuer: Sind die Wälder der Erde noch zu retten?" In einer kritischen Analyse weltweiter Waldbrände und Waldverbrennung wirft er unter dem Vorzeichen des Klimawandels ein Licht auf die zunehmende weltweite Degradierung der Wälder und anderer Vegetation durch Landnutzung, auf die exzessive Anwendung von Feuer und auf die weltweit zunehmenden unkontrollierbaren Megafeuer.

Aus seiner Sicht sind die Brände in Griechenland Ausdruck tiefgreifender sozio-ökonomischer Veränderungen und politischer Versäumnisse, in ihrer Unkontrollierbarkeit sieht er aber auch eine Folge extremer Hitze und Trockenheit des Sommers. Die Feuer stellen für ihn aber nur einen kleinen Ausschnitt aus einer Entwicklung dar, die seit dem Ende des 20. Jahrhunderts weltweit eskaliert.
(idw - Karlsruher Institut für Technologie, 09.10.2007 - DLO)
 
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