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Freitag, 10.02.2012
Wieder Gift im Toner
Grenzwertüberschreitungen im Druckpulver von Farb-Laserdruckern nachgewiesen
Gut eineinhalb Jahre ist es her, dass das letzte Mal Schadstoffe im Druckpulver (Toner) von Laserdruckern nachgewiesen worden sind. Jetzt fanden Tester erneut gesundheitsschädliche Stoffe wie Styrol und DBT. Das berichtet die Zeitschrift Computerbild in ihrer aktuellen Ausgabe. Toner kann beim Drucken oder beim Wechsel der Kartuschen in die Raumluft gelangen.

Laserdrucker
Laserdrucker
© GNU FDL
Für den Test waren sechs Farb-Laserdrucker von fünf Herstellern unter anderem im Prüflabor der anerkannten Landesgewerbeanstalt (LGA) in Nürnberg. Im Toner von vier Druckern fanden die Experten zu hohe Konzentrationen flüchtiger organischer Verbindungen (TVOC). So überschritten zum Beispiel zwei Toner die Styrol-Grenzwerte um 50 Prozent.

Außerdem enthielten drei verschiedene Toner laut LGA-Messungen giftige zinnorganische Verbindungen. Bei einem Farbtoner lag die Konzentration sogar bei 610 Milligramm pro Kilogramm (mg/kg) - erlaubt sind maximal fünf mg/kg. Nachweisbar war etwa zu viel Dibutylzinn (DBT), das zu Haut- und Augenreizungen führen kann.

Außer dem Toner überprüften die Experten die Emissionen beim Drucken. Ergebnis: Ein Gerät gab im Betrieb zu viel Benzol in die Raumluft ab. Benzol gilt als krebserregend.

Vorsichtsmaßnahmen beachten
Bei den zugrunde gelegten Grenzwerten und Messverfahren bezieht sich Computerbild auf anerkannte Prüfsiegel wie "LGA schadstoffgeprüft" und den "Blauen Engel", den das Umweltbundesamt vergibt. Der Test-Sieger (Samsung CLP-300, 200 Euro) trägt das "Engel"-Siegel als einziges Gerät im Testfeld - und das zu Recht: Im Gegensatz zu den fünf Konkurrenten von Canon, Konica Minolta, Lexmark und HP hielten Toner und Drucker alle Grenzwerte ein. Dabei gab es in puncto Druckqualität kaum nennenswerte Unterschiede.

Solange eine Gesundheitsgefährdung nicht durch wissenschaftliche Untersuchungen ausgeschlossen werden kann, sollte man, so die Experten, beim Umgang mit Toner und Druckern Vorsichtsmaßnahmen beachten. Dazu gehören zum Beispiel eine gute Belüftung der Räume und die Vermeidung von Hautkontakt mit Toner.
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