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Dienstag, 23.05.2017
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BMBF fördert Bionik

Intelligente Lösungen aus der Natur auf dem Vormarsch

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt die Entwicklung von innovativen Produkten nach dem Vorbild der Natur. Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn stellte am 20. April 2004 auf der Hannover Messe 30 neue Bionik-Projekte vor.
„Diese anwendungsorientierte Forschung lässt sich schnell in Produkte und damit in Arbeitsplätze umsetzen“, sagte Bulmahn. Als Teil des Rahmenprogramms Biotechnologie erhalten die Sieger des Ideenwettbewerbs „BIONIK – Innovationen aus der Natur“ insgesamt eine Millionen Euro für die Erstellung von Machbarkeitsstudien. Schon ab dem kommenden Jahr können die Innovationen praktisch umgesetzt werden.

In der Bionik werden biologische Prinzipien für technische Lösungen verwendet. Unter 150 eingereichten Skizzen wählte eine Jury die geförderten Projekte aus. Daran beteiligen sich überwiegend jungen Nachwuchswissenschaftler, die sich mit Themen aus der Materialforschung, Techniken für eine bessere Kommunikation und Mobilität beschäftigen. Dafür spürten sie intelligente Lösungen aus der Natur auf.

Innovative Routing-Systeme in Telekommunikationsnetzen


Wie schafft es etwa die Wasserspinne zu tauchen und zu schwimmen ohne nass zu werden? Mit einer Lösung dieser Frage könnten auch Badanzüge schneller trocknen. Oder: Weshalb finden Ameisen immer die kürzesten Wege? Die Ergebnisse sollen für innovative Routing-Systeme in Telekommunikationsnetzen genutzt werden. Wer versteht, warum der Thunfisch Sauerstoff aus der Luft 56-mal besser aufnehmen kann als der Mensch, könnte bald Sonnenkollektoren mit einem besseren Wärmetransport bauen. Und die hervorragenden Flugleistungen der kleinen Blaumeise sind möglicherweise der Schlüssel für leisere und effizientere Windräder.


An der technischen Umsetzung dieser kreativen Ideen arbeiten Wissenschaftler aus den unterschiedlichen Disziplinen zusammen. Beteiligt sind so etwa Botaniker, Zoologen, Mikrobiologen, Molekularenbiologen und Ingenieure aus der Werkstoffkunde, Verfahrenstechnik und Elektronik sowie Mathematiker und Informatiker. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudien werden in einer Ausstellung Anfang 2005 präsentiert.
(BMBF, 21.04.2004 - DLO)
 
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