• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Dienstag, 25.07.2017
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

Spinnen verbessern Post-it®-Zettel

Haarbeschichtung sorgt für optimale Haftungsbedingungen

Kleine Hafthärchen sorgen dafür, dass Springspinnen auf allen Oberflächen problemlos laufen können. Ein deutsch-schweizerisches Forscherteam will dieses Vorbild aus der Natur nutzen, um Post-it®-Zettel herzustellen, die nicht abfallen - selbst wenn sie feucht werden.
Hafthärchen von Springspinnen

Hafthärchen von Springspinnen

Hunderttausende kleine Hafthärchen, die mit flexiblen Spitzen ausgestattet sind und in einem Dreieck enden, machen die kleinen Spinnentiere so mobil, dass sie auf fast allen Oberflächen ohne Probleme auch kopfüber laufen können. Das Team um Antonia Kesel vom Bremer Institut für technische Zoologie und Bionik und Tobias Seidel vom Institut für Zoologie an der Universität von Zürich hat die Springspinne Evarcha arcuata genauer untersucht und Ähnlichkeiten mit der Haarbeschichtung an den Fußsohlen von Geckos entdeckt.

Für die Haftwirkung werden die so genannten Van-der-Waals-Kräfte verantwortlich gemacht. Sie entstehen dadurch, dass Atome äußerst kurzlebige Dipole bilden können. Die eine Seite des Atoms weist dann eine etwas stärker negative Ladung auf als die andere (unsymmetrische Ladungsverteilung). Nähern sich Atome und erfolgt in beiden Atomen die Ladungsverschiebung synchron, dann wirken ab einem bestimmten Abstand Anziehungskräfte, die als Van-der-Waals-Kräfte bezeichnet werden. Der positiv polarisierte Teil des einen Atoms zieht dabei den negativ polarisierten Teil des anderen Atoms an.

Wenn Materialien derartig beschichtet sind, könnten sie egal ob sie nass, trocken oder fettig sind solche Hafteigenschaften entwickeln. Auch das Zerreißen der Haftfläche wäre kein Problem, denn wenn die Fläche langsam abgezogen wird, geht dies einfach.


Die Forscher berichten in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Smart Materials and Structures" über ihre Ergebnisse.
(Pressetext Europe, 21.04.2004 - DLO)
 
Printer IconShare Icon