• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Mittwoch, 24.05.2017
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

Krebs: Nano-Shuttle bekämpft „Unsterblichkeitsenzym“

Neuer therapeutischer Ansatz gegen Lungenkarzinom

Lungenkrebs gilt heute als häufigste Todesursache bei Krebspatienten. An einem neuen therapeutischen Ansatz zur Bekämpfung des Bronchialkarzinoms arbeiten zurzeit Wissenschaftler aus Saarbrücken und Stuttgart. Im Mittelpunkt steht das so genannte "Unsterblichkeitsenzym" Telomerase, das entscheidend für die Vermehrung der Krebszellen verantwortlich ist. Mithilfe eines Nano-Transporters, der neue Wirkstoffe an den Einsatzort bringt, soll die Telomerase in Zukunft ausgeschaltet werden.
Krebszellen

Krebszellen

Das als Tumormarker bekannte Enzym Telomerase gilt bei Krebsforschern schon seit einiger Zeit als vielversprechender Ansatzpunkt, um das unkontrollierte Wachstum von Tumorzellen zu hemmen.

Wirksame Telomerasehemmer entwickelt


In der Vergangenheit wurden bereits verschiedenartige Telomerasehemmer entwickelt und getestet. Die wirksamsten dieser Hemmstoffe werden nun in Nanopartikel verpackt, die eine verbesserte Aufnahme der Wachstumshemmer in die Tumorzelle, beziehungsweise den Wirkort, den Zellkern, ermöglichen.

Professor Dr. Claus-Michael Lehr und Dr. Ulrich Schäfer forschen am Institut für Biopharmazie und Pharmazeutische Technologie der Universität des Saarlandes an der Optimierung dieser Nano-Transporter. Am Institut für Klinische Pharmakologie der Robert Bosch Stiftung in Stuttgart wird in Zusammenarbeit mit der Lungenfachklinik Schillerhöhe aus operativ entfernten Lungentumoren eine Zellkulturbank aufgebaut, anhand der überprüft wird, ob die Tumoren auf die Telomerasehemmer ansprechen.


Einatmen reicht?


Außerdem arbeiten die Forscher gemeinsam an einer neuartigen Verabreichungsform des Medikaments durch Inhalation. Sie wollen so eine lokale, möglichst nebenwirkungsfreie Therapie gegen Lungenkrebs erreicht werden.

Die Deutsche Krebshilfe (DKH) fördert das gemeinsame Forschungsprojekt jetzt für weitere zwei Jahre.
(idw - Universität des Saarlandes, 27.07.2007 - DLO)
 
Printer IconShare Icon