Scinexx-LogoSpringer-Verlag, Heidelberg
Freitag, 10.02.2012
Solarkollektoren erreichen Millionen-Schwelle
2004 erstmals über eine Million Quadratmeter installiert
Die in Deutschland neu installierte Kollektorfläche zur solaren Wärmegewinnung könnte 2004 erstmals über eine Million Quadratmeter betragen. Zu diesem Ergebnis kommt die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) nach Beobachtung der Nachfrage in den letzten Monaten. Die Gründe für diesen verstärkten Trend zur solaren Wassererwärmung sieht die UVS in den hohen Heizöl- bzw. Gaspreisen, der ausgereiften Technik und den hohen Wärmedeckungsgraden moderner Solarkollektoren.

Solaranlage
Solaranlage
© DOE
In 2003 wurden in Deutschland rund 750.000 Quadratmeter Kollektoren zur solaren Wärmegewinnung installiert. Dies entspricht rund 80.000 Neuanlagen. Für das laufende Jahr rechnet die UVS mit einem Zubau von über 100.000 Solarwärmeanlagen. Damit dürfte 2004 in Deutschland erstmals die Marke von einer Million Quadratmeter neu installierter Kollektorfläche überschritten werden. "Wenn die Nachfrage anhält, werden Ende diesen Jahres dann insgesamt 730.000 Solarwärmeanlagen umweltfreundlich Wasser zum Duschen, Baden und teilweise auch zur Unterstützung der Raumheizung erhitzen", freut sich UVS-Geschäftsführer Carsten Körnig.

Mit einer fachmännisch geplanten ca. sechs Quadratmeter großen Solarwärmeanlage kann der Warmwasserbedarf eines Vier-Personen-Haushaltes zum Duschen, Baden und Waschen im Jahresdurchschnitt zu 60 Prozent gedeckt werden. Die durch eine solche Anlage erzeugte Wärme reicht aus für jährlich 2.000 Duschgänge und spart nach aktuellen Berechnungen der Zeitschrift Öko-Test über 300 Liter Heizöl jährlich. Wenn die Kollektorfläche größer gewählt wird, ist zusätzlich eine solare Heizungsunterstützung und eine noch deutlich höhere Öl- bzw. Gasersparnis möglich. Nähere Infos zu Technik und Förderung von Solarwärmeanlagen finden sich in dem kostenfreien und herstellerneutralen Internetberater www.solarfoerderung.de. Dieser wird von der bundeseigenen KfW-Bankengruppe und der UVS betrieben.

Die UVS führt die derzeitige Marktentwicklung auch auf die gestiegenen Öl- und Gaspreise sowie die erweiterten Förderbedingungen zurück: Seit kurzem erhalten neben Privatpersonen und Gewerbetreibenden auch öffentliche Körperschaften den nicht rückzahlpflichtigen Zuschuss von 110 Euro pro Quadratmeter neu installierter Kollektorfläche. Außerdem wird neuerdings auch die Erweiterung bestehender Anlagen mit staatlichen Zuschüssen gefördert.
Artikel drucken
Nach verwandten Themen suchen:
Solarenergie, erneuerbare Energien, Sonnenkollektoren, Sonnenwärme, Solaranlagen, Solartechnik, Sonne, Energie, alternative Energie
Weitere News zum Thema
Solarhelm liefert Strom beim Skifahren (24.01.2012)
Forschern gelingt Anpassung von dreidimensionalen Solarmodulen an die gekrümmte Fläche
Technologieförderung kann Klimaschutz billiger machen (20.09.2011)
Computersimulation belegt Wichtigkeit gezielter Fördermaßnahmen
Forscher drucken Solarzellen auf Papier (15.09.2011)
Günstige Herstellung könnte Solarzellen zum Massenprodukt machen
Solarenergie: Programm sagt Stromertrag voraus (20.07.2011)
Kleinräumige Vorhersage auf Basis von Wetterdaten hilft Stadtwerken bei der Planung
Erneuerbare Energien: Investitionen auf Rekordhoch (08.07.2011)
Entwicklungsländer im Jahr 2010 führend
Suche
Erweiterte Suche
Special
Dossier: Mythos 2012 - Die Maya, der 21. Dezember und die Fakten
Newsletter
Bestellen Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!
Dossiers zum Thema
Solarenergie
Das Öl der Zukunft
Erneuerbare Energien
Welche Zukunft haben die "Ressourcen der Zukunft"
News des Tages
"Drachenkopf" auf Saturnmond Titan entdeckt
Zugvögel: Kompass auf Sonnenuntergang geeicht
Europäer wachsen Amerikanern über den Kopf
Schnelltest ermittelt individuelles Brustkrebsrisiko
„König der Roboter“ gesucht
Solarkollektoren erreichen Millionen-Schwelle
El Nino-Vorhersage erstmals zwei Jahre im Voraus
Rettet Nemo – in der Ostsee
Top-Clicks der Woche
1. Röntgenlicht macht Eisen durchsichtig
2. Supererde in bewohnbarer Zone entdeckt
3. Jeder Vierte stirbt an Krebs
4. Supervulkane werden schnell wieder aktiv
5. Männer erinnern sich besser an Unangenehmes