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Vogelgrippe: Infektionsrisiko weiterhin hoch

H5N1-Virus jetzt auch bei Nutzgefügel

Die Vogelgrippe breitet sich weiter aus. Das H5N1-Virus ist in den letzten beiden Wochen bei insgesamt 32 Wildvögeln in vier Bundesländern nachgewiesen worden, letzte Woche trat der erste Fall unter Nutzgefügel in Thüringen auf. Vorsorglich wurde dort der gesamte Bestand getötet. Das Risiko für weitere Fälle gilt als hoch.
Vogelgrippeviren H5N1 (gelb)

Vogelgrippeviren H5N1 (gelb)

Infektionen von Wildvögeln mit Vogelgrippevirus vom Typ H5N1 wurden inzwischen auch aus der tschechischen Republik und aus Frankreich gemeldet. "Die genaue geographische Ausbreitung des Virus kann derzeit nicht abgeschätzt werden", erklärt Prof. Thomas Mettenleiter, Präsident des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI).

Die ab Juni 2007 beobachteten Fälle in Deutschland und Europa treten zu einem Zeitpunkt auf, zu dem zumindest großräumige Vogelzüge als nahezu abgeschlossen gelten. Ein ähnliches Geschehen wurde vor etwa genau einem Jahr bei Wildvögeln in Spanien (Haubentaucher) und Deutschland (Schwan, Zoo Dresden) beobachtet. Neu ist jedoch die lokale, zum Teil epidemische Ausbreitung der Infektion. Seit dem ersten Fall in diesem Jahr in Bayern am 24.Juni 2007 kam es in den letzten beiden Wochen zu zahlreichen weiteren lokal begrenzten Nachweisen und Verdachtsfällen in vier Bundesländern.

Die große Zahl an infizierten Tieren weist nach Ansicht der Forscher auf einen entsprechend hohen Infektionsdruck in der Wildvogelpopulation vor Ort hin. Obwohl momentan keine klassischen Zugvogelaktivitäten stattfinden, könne das Virus über kürzere Strecken durchaus durch Wildvögel verbreitet werden. Einige Wildvogelarten führen beispielsweise so genannte Mauserzüge durch, bei denen sich die Tiere in bestimmten Gebieten sammeln, die ihnen Schutz vor Fressfeinden bieten. Die Behörden stufe das Risiko weiterer Infektionen von Nutzgefügel weiterhin als hoch ein.
(Friedrich-Löffler-Institut, 09.07.2007 - NPO)
 
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