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Dienstag, 30.05.2017
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Intelligente Menschen haben mehr Geduld in Gelddingen

Intelligenz,Geduld und Risikotoleranz eng miteinander verknüpft

Intelligenz beeinflusst nicht nur unser Wissen und Denken, es bestimmt offenbar auch, ob wir uns in Gelddingen für den schnellen, aber niedrigeren Gewinn entscheiden, oder aber lieber etwas länger warten und dafür eine höhere Summe kassieren.
Euro-Münzen

Euro-Münzen

Angenommen, jemand würde Ihnen heute 100 Euro schenken - oder in einem Jahr 150 Euro: Welchen Betrag würden Sie nehmen? Forscher der Universität Bonn und des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) haben diese Frage rund 1.000 Erwachsenen in Deutschland gestellt. Ergebnis: Intelligente Menschen warten lieber auf den höheren Gewinn, als direkt zuzugreifen. Es ist das erste Mal, dass dieser Zusammenhang zwischen Intelligenz und Geduld in Gelddingen nachgewiesen wurde.

Die Forscher drückten ihren Versuchspersonen 100 Euro in die Hand. Die Teilnehmer konnten sich diesen Betrag direkt in die Tasche stecken. Sie konnten ihn aber auch für ein Jahr zu einem garantierten festen Zins anlegen. Aus den 100 Euro würden so beispielsweise 105, 120 oder 150 Euro. In einem Experiment sollten die Probanden entscheiden, wie hoch der Betrag in einem Jahr mindestens sein müsste, damit es sich aus ihrer Sicht lohnte, auf die spätere Auszahlung zu warten.

Die Idee dahinter: Je ungeduldiger jemand ist, desto höher der erforderliche Anreiz, damit er die zwölfmonatige Wartezeit in Kauf nimmt. Mit einem ähnlichen Versuch bestimmten die Wissenschaftler die Bereitschaft der Befragten, Risiken einzugehen. Zudem absolvierten die Probanden zwei verschiedene Intelligenztests.


Ergebnis: Je intelligenter die Versuchspersonen, desto geduldiger und risikotoleranter waren sie. Dieser Zusammenhang ist unabhängig vom Einkommen der Probanden, hat Professor Dr. Armin Falk von der Uni Bonn mit seinen Kollegen Dr. Thomas Dohmen, Dr. Uwe Sunde und Dr.David Huffman vom IZA festgestellt. Stattdessen scheinen Intelligenz,Geduld und Risikotoleranz eng miteinander verknüpft zu sein - und das vermutlich mit gutem Grund: Um eine langfristig erfolgreiche Strategie zu fahren, muss man Risiken korrekt einschätzen und Zusammenhänge durchschauen können. Ansonsten fährt man mit dem Motto 'besser der Spatz in der Hand' vielleicht besser.
(Universität Bonn, 05.07.2007 - NPO)
 
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