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Freitag, 24.03.2017
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Neuer HIV-Hemmer entdeckt

„Virip“ blockiert das Eindringen des Aidsvirus in die menschlichen Zellen

Ein Teilstück des bekannten Blutproteins „Virip“ kann den Aidserreger HIV-1 blockieren. Dies fanden deutsche Forscher mithilfe kernmagnetischer Resonanzanalysen heraus und berichten hierüber in der Fachzeitschrift „Cell“.
Aids-Virus

Aids-Virus

Demnach hemmt Virip ein bestimmtes Protein, das die Viren benötigen, um in die menschlichen Zellen einzudringen. Laborversuche ergaben, dass Viren gegen Virip nicht resistent wurden. Virip greift am selben Protein an wie das seit 2003 zugelassene Aidsmedikament Fuzeon mit dem Wirkstoff Enfuvirtid, aber an einer anderen Stelle. Wenn die künstlichen Abkömmlinge von Virip in klinischen Studien erfolgreich sind, könnten diese Verbindungen Menschen helfen, deren Aidsviren gegen andere Medikamente resistent geworden sind.

Chemiker der Universität zu Lübeck sind an der Entwicklung des Hemmstoffes gegen das Aidsvirus beteiligt. Prof. Dr. Thomas Peters und Dr. Thorsten Biet aus dem Institut für Chemie der Universität Lübeck benutzten die gewonnenen NMR-Daten, um zusammen mit Prof. Dr. Bernd Meyer von der Universität Hamburg einen molekularen Strukturvorschlag zu entwickeln. Er betrifft die Wechselwirkung zwischen den Zellmembranen von Virus und Wirtszelle, die von Aidsforschern gegenwärtig mit besonderem Interesse untersucht wird.

Die Lübecker Forschungen mit der kernmagnetische Resonanzanalyse stehen im Rahmen eines gemeinsam mit der Universität Hamburg betriebenen NMR-Großgerätes der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Es hat sich hier in den vergangenen Jahren ein leistungsstarkes Zentrum für Wirkstoffforschung entwickelt, das an modernen Methoden der Medikamentenentwicklung arbeitet.
(idw - Universität zu Lübeck, 23.05.2007 - AHE)
 
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