• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Sonntag, 28.05.2017
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

USA: Eisschmelze könnte Dürre auslösen

Europa weit weniger betroffen als Nordamerika

Bis zum Jahr 2050 könnten Städte an der amerikanischen Ostküste von einer Dürre betroffen sein. Als Grund hierfür wird im New Scientist die Erderwärmung genannt.
Schmelzendes Eis

Schmelzendes Eis

Im Zuge der Eisschmelze werde es zwischen Seattle und Los Angeles um rund 30 Prozent weniger Regen geben. Betroffen könnten davon Regionen bis hin zu den Rocky Mountains sein. Bis zu 50 Prozent des Treibeises in arktischen Gewässern könnte auf Grund von Temperaturanstiegen in den nächsten 50 Jahren geschmolzen werden.

Jacob Sewall und Lisa Cirbus Sloan von der University of California at Santa Cruz haben in einem Klimamodell die Veränderung der Treibeisschicht im Laufe eines Jahres nachgestellt. Diese Ergebnisse wurden gemeinsam mit den daraus resultierenden Wasseroberflächentemperaturen in ein globales Klimamodell übertragen, um zu sehen, welche Regionen der Welt besonders von einer derartigen Entwicklung betroffen wären.

Kaum Folgen für Europa


Während die Auswirkungen für Europa als gering eingeschätzt werden, wäre Nordamerika am stärksten davon betroffen, so die beiden Forscher. Das Winter-Treibeis wirkt wie eine Schutzschicht, wird diese Schicht verringert, so kann mehr Wärme aus dem Meer in die Atmosphäre entweichen. Türme aus warmer, aufgestiegener Luft werden gebildet und hindern den Luftzug, ähnlich einer Brücke, die den Lauf eines Flusses beeinflusst. Eine derartige Bewegung wurde im Klimamodell in Norwegen und Grönland festgestellt, obwohl die Luft von dort natürlicherweise Richtung British Columbia und weiter Richtung Alaska getrieben werden sollte. Die Regionen um Norwegen und Grönland verzeichneten um sechs Prozent mehr Regen, British Columbia und Alaska um 30 Prozent weniger.


Die Klimaveränderung könnte zu ausgetrockneten Wasserreservoirs führen, was Wasserrestriktionen zur Folge hätte. Auch betroffen wären Nationalparks, die unter diesen Umständen ihr Erscheinungsbild komplett verändern würden. Studienleiter Sewall betont jedoch, dass es sich bisher nur um einen Modellversuch handle und erst weitere Forschungen angestellt werden müssen.
(Pressetext Europe, 08.04.2004 - DLO)
 
Printer IconShare Icon