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Freitag, 10.02.2012
Neue Vision zum Klimaschutz
WWF-Studie: Nachhaltige Energiequellen reichen für den weltweiten Energiehunger
Eine Vision für die Energieversorgung der Zukunft hat gestern der WWF in der Schweiz vorgestellt. Um die Strom- und Wärmeproduktion zu sichern und den Klimawandel in den Griff zu bekommen, setzt der WWF auf sechs Schwerpunkte. Die Steigerung der Energieeffizienz ist dabei ein zentrales Element.

CO2-Emittent Kraftwerk
CO2-Emittent Kraftwerk
© BMU/H.G.Oed
Neben technischen Lösungen, etwa der Entwicklung von Technologien mit niedrigen Emissionen, Kraftwerke mit CO2 Abscheidung und Speicherung und dem schrittweisen Umstieg von Kohle- zu klimaverträglicheren Gaskraftwerken, betont der WWF die Bedeutung der Wälder für den Klimaschutz.

Die Welt habe ausreichend erneuerbare Energiequellen und nachhaltige Technologie zur Verfügung, um den Klimawandel zu bremsen und die Energieversorgung sicherzustellen. Die nötigen Weichenstellungen müssten aber innerhalb der nächsten fünf Jahre erfolgen, um die nötigen CO2-Emissionsreduktionen in den nächsten zehn Jahren zu erzielen, heißt es in dem jetzt vorgestellten WWF Report "Climate Solutions".

Der Weltklimarat (IPCC) hat in seinem dritten Bericht gezeigt, dass die Welt ihre klimaschädlichen Emissionen mit zur Verfügung stehenden Technologien und Politikinstrumenten begrenzen könnte. Der WWF zeigt, unter Einsatz welcher Technologien dieses globale Ziel ausschließlich mit nachhaltigen und naturfreundlichen Energiequellen erreicht werden kann.

Zeitfenster von fünf Jahren
"Weltweit stehen Entscheidungsträger und Politiker vor der Frage nach Drosselung des gefährlich hohen CO2-Ausstoßes ohne eine Beschränkung wirtschaftlicher Entwicklung oder Verringerung von Lebensstandards", so James Leape, Generaldirektor von WWF International. Der Report zeige nicht nur, dass dies möglich sei, sondern auch was dafür getan werden müsste. "Wir haben nur ein kleines Zeitfenster von fünf Jahren für die Weichenstellungen der Veränderung. Wir können uns nicht leisten, die Gelegenheit ungenutzt vorüber ziehen zu lassen", betont James Leape.

Die Frage sollte beantwortet werden, ob es technisch machbar sei, den wachsenden globalen Energiebedarf mit sauberen und nachhaltigen Energiequellen und -techniken zu decken und damit das Klima zu schützen. Die Entscheidungsträger hätten heute die Verpflichtung und die Chance, etwas Großes für die Zukunft unseres Planeten zu leisten.
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