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Dienstag, 24.01.2017
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Ökosysteme leiden unter Klimawandel

Studie: Auswirkungen in Deutschland nicht mehr zu übersehen

Der Klimawandel führt in Deutschland zu immer deutlicheren Konsequenzen in der Landnutzung. So drohen bei vielen Kulturpflanzen die Erträge zu sinken. Waldränder und Nadelholzbestände sind zudem durch eine Zunahme an Stürmen besonders gefährdet. Das geht aus aktuellen Forschungsergebnissen hervor, die das Deutsche Netzwerk für ökologische Langzeitforschung (LTER-D) auf seiner Jahrestagung in bayerischen Sankt Oswald vorgestellt hat.
Baumkronen im Laubwald

Baumkronen im Laubwald

Danach ist auch das Überleben vieler Moore und kleiner Gewässer durch die abnehmenden Niederschläge im Nordosten Deutschlands akut bedroht. Deutliche Veränderungen sind auch in der deutschen Flora zu erwarten, wobei heute schon Einwanderer aus wärmeren Regionen vielfach anzutreffen sind.

Hierzu zählen sowohl sommergrüne Gehölze wie der aus China stammende Götterbaum als auch immergrüne Sträucher wie die Lorbeerkirsche, so die Wissenschaftler des Netzwerks. Die Experten forderten deshalb unter anderem eine schnelle Anpassung der Forstwirtschaft an die veränderten Bedingungen.

Ökosysteme besser untersuchen


Mit den veränderten Klimabedingungen verlängert sich die Vegetationsperiode. Viele Arten blühen früher oder bleiben im Herbst länger grün. Der Einfluss auf Prozesse in den Ökosystemen ist aber bis jetzt nach Angaben der Ökologen nur unbefriedigend abzuschätzen. Wie wird sich beispielsweise die Produktivität der Ökosysteme verändern? Welchen Einfluss werden die wachsenden Populationen an Schädlingen, wie beispielsweise der Borkenkäfer auf unsere Wälder haben? Wie steht es um das Wasserhaltevermögen der Vegetation?


Um die Probleme besser verstehen und Gegenmaßnahmen entwickeln zu können, müssen Monitoringarbeiten verstärkt und die Kreisläufe der Ökosysteme intensiver untersucht werden, so die Wissenschaftler.

Netzwerk LTER-D


Das Netzwerk LTER-D wurde 2005 gegründet und arbeitet bisher in zwölf Untersuchungsräumen in Deutschland. Mitglieder sind Universitäten, Nationalparke und Biosphärenreservate sowie Zentren der außeruniversitären Forschung, wie beispielsweise der Helmholtz- und Leibnizgemeinschaft.

Das Ziel des Netzwerkes besteht in der Erforschung komplexer ökologischer Langzeitprozesse unter den Bedingungen des Globalen Wandels und der Erarbeitung von Frühwarnsystemen und Managementstrategien für die nachhaltige Nutzung von Ökosystemen. LTER-D ist Mitglied im internationalen Netzwerk ILTER und im europäischen Netzwerk LTER Europa.
(idw - Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ, 02.04.2007 - DLO)
 
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