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Donnerstag, 24.05.2012
Krebsgen entdeckt
Foxm1b verursacht bei Mäusen Lebertumore
Wissenschaftler der University of Illinois haben mit Foxm1b jenes Gen entdeckt, das bei Tieren Leberkrebs verursacht. Wurde das Gen aus den Leberzellen von Labormäusen gelöscht, entwickelten die Tiere keine Tumore mehr. Selbstals die Wissenschaftler versuchten, die Bildung von Tumoren künstlich herbeizuführen, blieben die Mäuse krebsfrei.

DNA-Analyse
DNA-Analyse
© PNNL
Der leitende Wissenschaftler Robert Costa erklärte, dass damit erstmals ein Gen direkt mit dem Wachstum von Krebszellen bei lebenden Tieren in Verbindung gebracht wurde. Die Ergebnisse der Studie wurden in Genes and Development veröffentlicht.

Das Team setzte gentechnisch veränderte Mäuse für den Nachweis einer Verbindung zwischen Foxm1b und Leberkrebs ein. Die Wissenschaftler konnten nachweisen, dass dieses Gen für die Teilung der Krebszellen entscheidend ist. Laut Costa wird Foxm1b von vielen Arten von Krebszellen exprimiert. Dieser Umstand lege nahe, dass es auch eine Schlüsselrolle beim Wachstum anderer Tumore spielt. Die Wissenschaftler entwickelten zusätzlich einen Prototypen für ein Medikament, das die Aktivität von Foxm1b blockiert. Dabei handelt es sich mit p19ARF um eine Variante eines Proteins, das dafür seine tumorunterdrückenden Eigenschaften bekannt ist.

Frühere Studien hatten gezeigt, dass Foxm1b eine entscheidend Rolle bei der Reparatur und Regeneration von Gewebe spielt. Fehlt dieses Gen, werden die genetischen Instruktionen innerhalb einer Zelle nicht dupliziert und es kommt zu Schwierigkeiten bei der Zellteilung. Foxm1b wird durch Wachstumshormone stimuliert und scheint im Alter zu Fehlfunktionen zu neigen. Es verursacht bei seltenen Krankheiten ein frühzeitiges Altern. Es gehört zu jener Genfamilie, die den gesamten Lebenszyklus einer Zelle kontrollieren.
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