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Samstag, 27.05.2017
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Krebsmedikamente aus dem Erdreich?

Forscher suchen nach neuen Tumor-Therapeutika

Bei der Suche nach neuen Medikamenten nehmen Forscher verstärkt Bakterien aus dem Erdboden ins Visier: Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig und das Pharmaunternehmen Bayer Schering Pharma wollen in einem neuen Projekt jetzt gemeinsam Substanzen untersuchen, die aus so genannten Myxobakterien stammen, und sie auf ihre tumorhemmende Wirkung testen.
Krebszellen

Krebszellen

Die im Boden lebenden Myxobakterien wurden in den letzten 30 Jahren am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung systematisch kultiviert und untersucht. Über Jahrzehnte hinweg erforschte das Team um den Chemiker Gerhard Höfle und den Mikrobiologen Hans Reichenbach am Braunschweiger Institut die zahlreichen Stoffwechselprodukte der Bakterien.

"Viele dieser Verbindungen, die die Myxobakterien in ihre Umgebung absondern, haben eine interessante biologische Wirkung", erklärt Dr. Ronald Frank, Leiter der Arbeitsgruppe "Chemische Biologie" am Helmholtz-Zentrum. "Aber wir kennen sie bislang nur bei einigen dieser Moleküle."

Epothilon hemmt Wachstum von Krebszellen


Das soll sich ändern: Die von Myxobakterien gebildeten Substanzen werden jetzt auf neuartige Antitumor-Aktivitäten und damit auf ihre Eignung als Krebsmedikamente untersucht.


Was das Experten-Team aus Grundlagenforschung und Pharma-Industrie hoffen lässt: Schon einmal konnte ein aussichtsreiches potentielles Medikament aus Myxobakterien isoliert werden. Die Verbindung namens Epothilon hemmt das Wachstum von Krebszellen und befindet sich derzeit in der klinischen Prüfung.
(idw - Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, 21.03.2007 - DLO)
 
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