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Donnerstag, 25.05.2017
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Australien von Versalzung bedroht

Gefahr für Umwelt, Landwirtschaft und Trinkwasserversorgung

Große Teile Australiens drohen zunehmend zu versalzen. Betroffen davon sind nicht nur die Landwirte, sondern auch die urbane Bevölkerung, denn die Trinkwasserversorgung steht auf dem Spiel. Daneben sind von der Versalzung auch Flüsse und andere Gewässer bedroht, berichtete BBC-Online am Donnerstag.
Australien

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Betroffen von der extremen Versalzung sind neben Ackerflächen und Weiden auch Eisenbahngeleise, Straßen, Pipelines und Rohrleitungen, die größere Städte wie zum Beispiel Adelaide versorgen. Rohrleitungen und Metallteile korrodieren unter dem hohen Salzgehalt. Bis 2050, so schätzen Experten, wird das Trinkwasser in einer der größten Städte Australiens nicht mehr genießbar sein. Bis zur Mitte des Jahrhunderts werde auch mehr wertvolles Ackerland der Bodenversalzung zum Opfer gefallen sein als an Anbaufläche für Weizen zur Verfügung stehe. Schon jetzt sind die traditionellen Wasserstellen der Aborigines durch zunehmenden Salzgehalt unbrauchbar geworden. Schafe verenden wegen des salzigen Trinkwassers und sogar die Weingüter des Barossa Valley sind gefährdet.

Begonnen hat die Versalzung des fünften Kontinents nach Ansicht der Wissenschaftler mit dem vermehrten Anbau europäischer Saaten. Deren flache Wurzeln erreichen nicht den Wasserspiegel und als Resultat stiegen die Wasserspiegel langsam an und schwemmten dadurch Salze aus dem Untergrund an die Oberfläche. Diese lassen den Boden zunehmend versalzen und „vergiften“ heute weite Landstriche.

Wie diesem Problem EINhalt zu gebieten sei, ist zur Zeit noch umstritten. Während die einen für eine Auswaschung des Salzes sind, plädieren andere dafür, primär den Eintrag des Salzes in die Flüsse zu verhindern. Die Befürchtungen der Experten gehen dahin, dass wichtige Wasserreservoirs wie etwa der Murray River zu stark salzhaltig werden. IN dem Flusssystem, von dem 40 Prozent der gesamten Nahrungsmittelproduktion abhängen, steigen langsam die Salzwerte. Einen möglichen Ausweg sehen die Bauern in einem Anbau traditioneller australischer Pflanzen, deren Wurzelwerk tiefer geht und die daher das Salz im Boden lassen. Die Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation CSIRO sucht daher nach neuen Getreidesorten, bei denen die Salztoleranz höher liegt als bei anderen, herkömmlichen Sorten.
(BBC/PTE, 02.04.2004 - NPO)
 
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