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Mittwoch, 26.07.2017
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Test spürt Diebstahl-Neigung auf

Neigung zu schädigendem Verhalten am Arbeitsplatz ist messbar

Eine Neigung zu schädigendem Verhalten am Arbeitsplatz, etwa durch Korruption, Diebstahl und Betrug ist messbar. Das ist das Ergebnis mehrerer Untersuchungen eines deutschen Wissenschaftlerteams. Demnach existiert eine grundlegende psychologische Dimension "Integrität", die erfasst, inwiefern ein Mensch ein erhöhtes Risiko für solche Handlungsweisen besitzt.
Im Visier: Deviante Bewerber

Im Visier: Deviante Bewerber

"Eine Person mit niedrigen Integritätswerten ist anfälliger für Problemverhalten. Die Palette reicht von unerlaubten Fehlzeiten, Beschädigung von Firmeneigentum über Diebstahl bis hin zu Veruntreuung, Betrug und Korruption.", zieht der an der Studie beteiligte Psychologe Dr. Jens Hoffmann von der TU Darmstadt Bilanz.

Die Darmstädter Psychologen an der Arbeitsstelle für Forensische Psychologie hatten in Zusammenarbeit mit der Universität Regensburg in einer ersten Projektphase Faktoren identifiziert, mit deren Hilfe die Diebstahlsneigung einer Person vorhergesagt werden kann.

In einer zweiten Untersuchung befragten die Forscher dann zusätzlich anonym 320 Arbeitnehmer aus unterschiedlichen Branchen und Hierarchie-Ebenen. So konnten insgesamt 14 Unterfaktoren von Integrität ermittelt werden. Sie stehen in einem engen statistischen Zusammenhang zu schädigendem Verhalten am Arbeitsplatz.


PIT misst alle Facetten schädigenden Verhaltens


Aus den Ergebnissen entstand eine erweiterte Version des psychologischen Integritätstests, kurz PIT, der nicht mehr nur Diebstahlsneigung, sondern nun alle Facetten schädigenden Verhaltens misst. "Der PIT ist grundsätzlich für alle Arbeitsbereiche und Hierarchieebenen geeignet.", so Jens Hoffmann. "Sie können den Test sowohl bei Neueinstellungen im Dienstleistungsbereich, wie auch bei der Suche nach Führungskräften für ein Unternehmen einsetzen."

Zusätzlich liefern solche Verfahren aber auch eine grundsätzliche Aussage über die berufliche Eignung einer Person. Wie wissenschaftliche Untersuchungen aus Nordamerika zeigen, sind Stellenbewerber mit hohen Testergebnissen in einem Integritätstest beruflich erfolgreicher und leistungsbereiter als diejenigen mit niedrigen Integritätswerten.
(idw - Technische Universität Darmstadt, 31.01.2007 - DLO)
 
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