Scinexx-LogoSpringer-Verlag, Heidelberg
Freitag, 10.02.2012
Handys helfen Orang-Utans
Größte Althandysammelaktion in Deutschland beginnt
22 Millionen Haushalte bundesweit erhalten ab Montag, den 8. Januar 2007 eine Versandtasche für nicht mehr gebrauchte Mobiltelefone. Zu dieser bislang größten Althandysammelaktion in Deutschland rufen der europäische Marktführer für Handyrecycling Greener Solutions GmbH und der WWF auf. Mit dem Erlös der Aktion wird unter anderem die Naturschutzarbeit der Umweltorganisation unterstützt.

Orang-Utan
Orang-Utan
© IMSI Masterclips
"Gerade nach Weihnachten kommt diese Aktion wie gerufen", freut sich Annette Herr vom WWF. "Viele Verbraucher hatten neue Handys unterm Weihnachtsbaum und können die alten Geräte jetzt problemlos entsorgen."

Für die Verbraucher ist die Aktion kostenlos und leicht durchzuführen. Die Althandybesitzer entfernen einfach die SIM-Karte aus dem ausgedienten Handy, legen das Handy in die vorbereitete Versandtüte und stecken sie in den nächsten Briefkästen. Das Porto bezahlt der Empfänger.

Nach nur 18 bis 24 Monaten Nutzungszeit landen viele Mobiltelefone im Hausmüll, obwohl sie als Sondermüll dort nicht hingehören. Über 100 Millionen Mobiltelefone werden jährlich europaweit ausgemustert. 20.000 Tonnen Elektroschrott entstehen so.

Keine Giftstoffe in die Umwelt
Telefone und Akkus enthalten laut WWF giftige Substanzen, die umweltgefährdend sind. Bei den ausgedienten Mobiltelefonen, die dem Recycling zugeführt werden, gelangen die Stoffe nicht in die Umwelt, sondern werden fachgerecht entsorgt oder wiederverwertet.

"Jedes eingesandte Handy hilft der Umwelt gleicht dreifach: Es wird verhindert, dass Giftstoffe in die Umwelt gelangen. Wertvolle Rohstoffe werden wieder verwertet. Und es fließt eine Spende in die Naturschutzarbeit des WWF", erläutert Herr.

Bis zu drei Euro pro Handy gehen an den WWF, an das Deutsche Kinderhilfswerk oder an die Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe. Der WWF fördert mit dem Geld unter anderem die Pflanzung neuer Bäume auf der südostasiatischen Insel Borneo, um so den Regenwald als Lebensraum für die stark bedrohten Orang Utans zu erhalten.
Artikel drucken
Nach verwandten Themen suchen:
Mobiltelefone, Althandys, Naturschutz, Umweltgifte
Weitere News zum Thema
Ionen erstmals mittels Mikrowellen verschränkt (24.08.2011)
Forschern geling wichtiger Schritt in Richtung Quantencomputer
"Metallisches Rasseln und rollende Bewegungen" (16.03.2011)
Ein Erfahrungsbericht des GFZ-Seismologen Frederik Tilmann aus Japan
Graphen: Matten-Stapel besser als einzelne Schichten (16.03.2011)
Multigraphene perfekter Werkstoff für Mobiltelefone und Flachbildschirme
Handy am Ohr erhöht lokale Gehirnaktivität (24.02.2011)
Experiment belegt siebenprozentigen Anstieg des Zuckerstoffwechsels
Intelligente Deiche schlagen selbst Alarm (18.01.2011)
Neue Überwachungstechnik erkennt Schäden frühzeitig
Suche
Erweiterte Suche
Special
Dossier: Mythos 2012 - Die Maya, der 21. Dezember und die Fakten
Newsletter
Bestellen Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!
Dossiers zum Thema
Umweltgifte
Neue Gefahr für die Gesundheit des Menschen?
Alles für die Tonne
Was geschieht mit unserem Müll?
Die grüne Wüste
Der tropische Regenwald - auf Sand gebaut
Menschenaffen
Die Letzten ihrer Art?
Naturschutz
Der Ast auf dem wir sitzen...
Elektrosmog
Handys - Gefahr am Ohr?
News des Tages
Blick ins Gehirn enthüllt, warum wir kaufen
„Eisennieten“ stützen Einzeller-Proteine
Östrogen als Appetitzügler
Erster Krieg der Weltgeschichte vor 6.000 Jahren?
Emissionshandel boomt
Alarmanlage für die Nerven
Handys helfen Orang-Utans
Bücher zum Thema
Wodurch sind wir in die ökologische Bedrohung geraten?
von Jaspar von Oertzen und Franz Alt
Genius - Task Force Biologie
Strategiespiel zu umweltwelt- verträglichem Handeln
Fair Future
Ein Report des Wuppertal Instituts
Top-Clicks der Woche
1. Röntgenlicht macht Eisen durchsichtig
2. Supererde in bewohnbarer Zone entdeckt
3. Jeder Vierte stirbt an Krebs
4. Supervulkane werden schnell wieder aktiv
5. Männer erinnern sich besser an Unangenehmes