| BSE genetisch begünstigt? |
| Genetische Komponente für BSE identifiziert |
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BSE wird durch eine krankmachende Form des Prionproteins verursacht. Diese führt zu einer fortschreitenden Degeneration des Gehirns der erkrankten Rinder. Ein internationales Forscherteam hat jetzt eine genetische Komponente identifiziert, welche die Anfälligkeit der Rindern gegenüber den BSE-Erregern beeinflusst.
 | | Ist diese Kuh BSE-frei? © IMSI MAsterClips | In der Studie beschreiben die Autoren eine in verschiedenen Rinderrassen aus Deutschland und Großbritannien identifizierte, genetisch verursachte Anfälligkeit für die Bovine Spongiforme Enzephalopathie (BSE). In der Arbeitsgruppe des Wissenschaftszentrum Weihenstephan der Technischen Universität München (TUM) und des Roslin Instituts, Schottland wurden im Rahmen des bayerischen Forschungsverbundes für Prionen FORPRION, so genannte DNA- Sequenzvarianten im regulatorischen Bereich des Gens untersucht, welches das Prionprotein beim Rind kodiert.
Die Forscher fanden heraus, dass Rinder, denen ein bestimmter Sequenzabschnitt des Prionprotein-Gens fehlt, ein höheres Risiko für die BSE-Erkrankung haben als Tiere, die diesen Sequenzabschnitt in ihrem Erbgut tragen. Das Ausmaß der genetischen Komponente veranschaulichen die Forscher anhand des anteiligen Risikos, welches dieser DNA-Variante zugeschrieben wird. So lassen sich mehr als die Hälfte der rund 180.000 britischen BSE-Fälle der genetischen Risikovariante zuordnen.
Die Autoren betonen jedoch, dass es sich bei BSE um eine umweltbedingte, durch einen infektiösen Erreger ausgelöste Erkrankung handelt. Das Vermeiden von Erregern in der Futtermittelkette, etwa durch das Fütterungsverbot von Tiermehl, muss daher auch weiterhin als die wichtigste Maßnahme zur Bekämpfung von BSE gelten. Zwar würde eine gezielte Selektion gegen die Risikovariante in der Rinderzucht zusätzlichen Schutz bringen, diese Maßnahme wäre allerdings mit hohen Kosten verbunden und würde zu einer weiteren Verringerung der genetischen Vielfalt bei den Rinderrassen führen.
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| (idw - Technische Universität München, 02.11.2006 - AHE) |
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