• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Samstag, 21.01.2017
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

HIV mit Mäusen auf der Spur

Vorklinische Studien am AIDS-Erreger mithilfe von Mäusen in Sicht

Ein großes Hindernis bei der Erforschung von HIV ist seine Wirtsspezifität: es werden nur Menschen infiziert. Impfstoffe oder Behandlungsmethoden können daher nur im Labor oder direkt am Menschen getestet werden. Nun ist es jedoch Forschern gelungen, Mäuse so zu manipulieren, dass sie ein menschliches Immunsystem inklusive Lymphknoten entwickeln. Dies könnte zukünftig vorklinische Test am HI-Virus ermöglichen.
Aids-Virus

Aids-Virus

Das Modell funktioniert folgendermaßen, wie die Forscher in der Fachzeitschrift PNAS berichten: Mäusen mit ausgeprägter Immunschwäche werden menschliche Stammzellen, aus denen später Blutzellen gebildet werden, injiziert. Daraufhin entwickeln die Mäuse ein menschliches Immunsystem inklusive Lymphknoten. Diese Mäuse können dann von humanspezifischen Viren, wie etwa HIV, die das Immunsystem angreifen, infiziert werden.

Diese Methode zur Generierung eines Mausmodells, welches in einer vorklinischen Phase, das Studium von Human-spezifischen Viren ermöglicht, wurde erstmals von Dr. Markus Manz vom Institut für Biomedizinische Forschung, Bellinzona entwickelt. Nun konnte die Wichtigkeit dieses Mausmodells für die HIV-Forschung durch eine Studie bestätigt werden, die im Labor von Dr. Roberto Speck, Abteilung für Infektionskrankheiten des Universitätsspitals Zürich, in Zusammenarbeit mit Dr. Manz durchgeführt wurde.

Diese Arbeit zeigt, dass dieses Mausmodell durch HI Viren infiziert wird, eine HI-Virusvermehrung über Monate nachgewiesen werden kann, und dass es zu einem fortschreitenden Verlust an den Zielzellen des HI-Virus kommt. Der Schweizerische Nationalfonds unterstützt das Projekt. Das Labor von Dr. Speck wird mit Hilfe des Modells die HIV Pathogenese weiter erforschen.
(Universitätsspital Zürich, 11.10.2006 - AHE)
 
Printer IconShare Icon