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Montag, 23.01.2017
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Gene lassen Frauen weiterrauchen

Ursache von Unwirksamkeit bei Nikotinpflastern entdeckt

Bei Frauen, die über ein bestimmtes Gen verfügen, wirkt das Nikotinpflaster nicht. Zu dieser Entdeckung sind Forscher der Oxford Universität gekommen. Zum Unterschied dazu hat dieses Gen beim Mann keine Auswirkungen auf die Wirksamkeit des Nikotinpflasters, berichten die Wissenschaftler im British Medical Journal.
Die Untersuchungen wurden von Particia Yudkin und ihrem Team an über 700 Testpersonen, die sich mithilfe des Nikotinpflasters das Rauchen abgewöhnen wollten, durchgeführt. Alle der Probanden waren sehr starke Raucher. Bei der Untersuchung wurde der Kotiningehalt, ein Nebenprodukt des Nikotins, im Blut gemessen. Dabei wurde auch ein Gen, das die Arbeit eines Rezeptors im Hirn kontrolliert, der durch den Stoff Dopamin stimuliert wird, untersucht. Nikotin sorgt nämlich dafür, dass Dopamin ausgeschüttet wird und dann diesen Rezeptor stimuliert. Dieses Gen kommt in zwei verschiedenen Varianten, einer T und einer CC-Variante, vor.

Den Forschern fiel auf, dass Frauen, die die Genvariante CC in sich trugen, auf das Nikotinpflaster nicht reagierten. Umgekehrt war der Erfolg des Pflasters bei der Genvariante T hoch. Bei Männern hingegen war keine signifikante Veränderung bemerkbar. In der Studie wurde auch deutlich, dass etwa 60 Prozent aller Probanden den CC-Typ des Gens hatten. Die Forscherin erklärte, dass es bisher nicht geklärt sei, warum Frauen anders reagieren als Männer. "Ein Grund für die unterschiedliche Reaktion könnte darin liegen, dass möglicherweise nicht das Nikotin, sondern andere Faktoren eine Rolle im Rauchverhalten spielen", so Yudkin. Soziale und behaviorale Aspekte des Rauchens wie etwa der Umstand etwas in der Hand zu halten, sind offensichtlich wichtig. Die Forscherin meint jedoch, dass weitere Untersuchungen notwendig seien, um die einzelnen Rauchergenotypen zu identifizieren und wirksame Mittel dagegen zu finden.
(Pressetext Europe, 22.03.2004 - DLO)
 
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