• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Donnerstag, 30.03.2017
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

Stoppt Schmelzwasser die „Fernheizung Europas“?

Einfluss des abschmelzenden Grönlandeises auf den Nordatltanikstrom berechnet

Nach einigen Klimaszenarien könnte der Nordatlantikstrom, die „Fernheizung“ Europas“, durch einströmendes Schmelzwasser zum Erliegen kommen. Doch droht dies wirklich? Deutsche Klimaforscher sind jetzt der Frage nachgegangen, wie stark der Einfluss des abschmelzenden grönländischen Inlandeises auf die so genannte thermohaline Zirkulation im Atlantik ist.
Temperatur im Nordatlantik

Temperatur im Nordatlantik

Die Forscher vom Max-Planck-Institut für Meteorologie um Johann Jungclaus wiederholten für ihre Studie die Modellrechnungen für den neuen IPCC-Statusreport, der 2007 erscheinen wird, ergänzten diese jedoch mit einem zusätzlichen Schmelzwassereintrag an den Küsten Grönlands. Die aktuellen Klimaprojektionen für das 21. Jahrhundert lassen darauf schließen, dass sich die thermohaline Zirkulation im Nordatlantik abschwächen wird. In die bisherigen Modellrechnungen ging dabei das Abschmelzen des Grönlandeises nicht ein.

Die Annahme, dass ein Abschmelzen die Schwächung der Zirkulation beschleunigen könnte, liegt nahe. Immerhin schwächte sich die nordatlantische Zirkulation unter konservativen bzw. extremen Annahmen für die Schmelzraten um 35 Prozent bzw. 42 Prozent ab, ohne diese Annahmen waren es „nur“ 30 Prozent im A1B-Szenario. Doch selbst bei hohen Abschmelzraten erholt sich die Zirkulation im Nordatlantik im 22. Jahrhundert.

Wie die Forscher mitteilen, lassen die neuen Modellrechnungen daher darauf schließen, dass ein abrupter Klimawandel durch das Abschmelzen des grönländischen Inlandeises und ein Stoppen der Nordatlantikzirkulation kein realistisches Szenario für das 21. Jahrhundert ist.
(Max-Planck-Institut für Meteorologie, 27.09.2006 - NPO)
 
Printer IconShare Icon