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Samstag, 13.03.2010
Blutserum gegen Vogelgrippe?
Neuer Ansatz soll Sterblichkeitsrate reduzieren
Noch ist die Vogelgrippe primär eine Tierseuche, aber dennoch suchen Wissenschaftler schon jetzt nach besseren Möglichkeiten zur effektiven Behandlung von menschlichen Patienten. Einen neuen Ansatz hat dafür ein Wissenschaftlerteam vorgschlagen: Sie wollen das Serum bereits genesener Patienten als Antikörperlieferant nutzen.

Vogelgrippe-Virus H5N1
Vogelgrippe-Virus H5N1
© CDC
Das wissenschaftliche Team unter der Führung von Dr. Stephen L. Hoffman von Protein Potential LLC und Dr. Thomas Luke vom Bureau of Medicine and Surgery der US Navy analysierte klinische Daten, die während der spanischen Grippepandemie zwischen 1918 und 1920 erstellt wurden. Sie zeigten, dass die Therapie mit hyperimmunem Blut, Plasma oder Serum von Patienten, die von der spanischen Grippe genesen waren, die Sterblichkeitsrate bei Schwerkranken um über die Hälfte reduziert hatte.

Auf Grund dieser Resultate und der Tatsache, dass grosse Mengen von Plasma in vielen Krankenhäusern auf der ganzen Welt, auch in Gemeindekrankenhäusern, ohne Probleme beschafft und aufbereitet werden können, schlagen die Forscher nun entsprechende Studien vor. In diesen sollte getestet werden, ob die Therapie pandemischer Influenza mit Plasma, das anti-H5N1-Antikörper von genesenen Patienten enthält, zu einem ähnlichen Rückgang der Mortalität führen könnte.

"In den letzten ein bis zwei Jahren erreichte die Sterblichkeitsrate bei Patienten mit Vogelgrippe in Teilen Südostasiens 50 – 75 Prozent, was die dringende Notwendigkeit für eine wirksame Behandlungsmethode beweist. Angesichts der hohen Sterblichkeitsraten bei der Vogelgrippe sind wir der Meinung, dass eine Behandlung mit hyperimmunem Plasma ausgewertet werden sollte", so Dr. Hoffman, Chairman von Protein Potential LLC.
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