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Dienstag, 28.03.2017
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Maschinen gegen schmutzige Strände

"Sea-" und "Beachcleaner" im Testlauf

Gerade in der Sommerzeit haben die deutschen und auch dänischen Ostseestrände Hochkonjunktur. Damit Urlauber saubere Strände vorfinden, stecken Gemeinden und Kurverwaltungen viel Arbeit und Geld in die Reinigung. Das Problem war bisher, dass dabei zumeist auch große Mengen von Wasser und Sand entfernt werden. Mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) werden nun zwei neue Säuberungsmaschinen getestet.
Beachcleaner im Einsatz

Beachcleaner im Einsatz

Um die Sandstrände sauber zu halten, kommen heute Rad- oder Frontlader zum Einsatz. "Bis zu 80 Prozent der Müllberge, die so eingesammelt werden, sind Wasser oder Sand. Dadurch wird natürlich der Transportaufwand riesig, und die Weiterverarbeitung des organischen Materials unnötig erschwert", erklärt DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde. "Bisher gibt es noch keine universelle und ressourcenschonende Technologie für die Strandreinigung."

Erste Tests laufen


Grundsätzlich funktionieren die neuen Maschinen "Seacleaner" und "Beachcleaner" bereits. An verschiedenen Stränden sollen jetzt in einer neunwöchigen Testphase die letzten Minuspunkte erkannt und beseitigt werden. Die Tests sollen laufend ausgewertet und weiterentwickelt werden. Das Ziel ist weniger Lärm, eine um 50 Prozent höhere Effizienz und eine Verringerung des Sand- und Wasseranteils auf weniger als zehn Prozent.

Das Besondere ist neben der Funktionsweise auch die praktische Konstruktion der Maschinen: Sowohl der "Seacleaner", als auch der "Beachcleaner" werden als Aufsatz auf einem Trägerfahrzeug befestigt. Durch eine Wechselvorrichtung können sie problemlos abmontiert und ausgetauscht werden, so dass das Fahrzeug nach der Strandreinigung wieder für andere Arbeiten eingesetzt werden kann.


Kampf gegen Algen und Tang


Mit dem "Seacleaner" wird die Strandverschmutzung bekämpft, bevor sie entsteht: Das heißt, das Multifunktionsfahrzeug saugt die Algen direkt aus dem Wasser ab, bevor sie an Land trocknen und riechen. Der Vorteil ist, dass die Algen auf diese Weise nicht am Strand durch Sand verunreinigt werden und vor der Wiederverwertung erst teuer aufbereitet werden müssen. Wasser und Luft werden schon während des Saugens abgeleitet. Der "Beachcleaner" wird dagegen direkt am Strand eingesetzt. Die Maschine nimmt den Unrat mit langen Zinken auf und transportiert ihn über sogenannte Siebketten, durch die der Sand direkt durchfallen und am Strand bleiben kann.

"Viele Regionen an der Ostseeküste sind sehr stark vom Tourismus geprägt, das betrifft Deutschland genauso wie Dänemark und Polen. Durch eine wirtschaftlichere Art der Strandreinigung können den Gemeinden und Kurverwaltungen erhebliche Kosten erspart werden. Somit zeigt das hier erprobte umwelt- und ressourcenschonende Verfahren, dass sich Ökonomie und Ökologie nicht ausschließen", betont Brickwedde die Besonderheit des Projektes.
(Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), 28.08.2006 - NPO)
 
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