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Samstag, 16.12.2017
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Schon bald Impfstoff gegen Vogelgrippe?

GlaxoSmithKline meldet Fortschritte im Kampf gegen H5N1

Wissenschaftler von GlaxoSmithKline (GSK) sind bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen die auch für den Menschen gefährliche Vogelgrippe offenbar einen entscheidenden Schritt weiter gekommen. Erste Daten einer klinischen Studie zeigen, dass das neue H5N1-Pandemie-Serum bei niedriger Dosierung für eine hohe Immunantwort sorgt. So führte der Impfstoff bei über 80 Prozent der Studienteilnehmer zu sicheren Schutz gegen den Erreger.
Vogelgrippeviren H5N1 (gelb)

Vogelgrippeviren H5N1 (gelb)

"Diese vorläufigen Ergebnisse sind ein entscheidender Durchbruch für die Entwicklung eines Grippepandemie-Impfstoffs. Damit ist es zum ersten Mal gelungen, mit einer geringen Dosis an H5N1-Antigen eine derart starke Immunantwort zu erzielen. Es gibt noch viel zu tun, aber dies ist die Bestätigung, dass unser Ansatz richtig ist und wir unseren Impfstoff weiter entwickeln können.“, kommentierte Jean-Pierre Garnier, Vorstandsvorsitzender von GlaxoSmithKline, die Studienergebnisse. Und weiter: „Sollte die Arbeit an dem Impfstoff weiterhin so erfolgreich verlaufen, werden wir die Zulassung voraussichtlich in den kommenden Monaten beantragen."

In einem nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler nun prüfen, ob der neue Impfstoff auch gegen unterschiedliche und sich verändernde H5N1-Stämme wirkt.

Inaktive H5N1-Viren als Impfstoffquelle


An der klinischen Studie in Belgien hatten 400 gesunde Erwachsene im Alter von 18 bis 60 Jahren teilgenommen. Der Impfstoff wurde aus inaktiven H5N1-Viren hergestellt und beinhaltet einen neuen Zusatzstoff, der das Immunsystem anregt und somit die Immunantwort auf das Vakzin erhöht. Die Studienteilnehmer wurden im Laufe der Studie zweimal geimpft, und es wurden vier verschiedene Dosierungen getestet, wobei 3,8 µg die niedrigste Dosis darstellte.


Besteht der Impfstoff alle weiteren Tests, könnte die Massenproduktion schon bald beginnen und das neue Medikament – nach der Zulassung durch die Behörden in der EU und den USA – möglicherweise schon 2007 auf den Markt kommen.
(GlaxoSmithKline, 28.07.2006 - DLO)
 
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