• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Samstag, 27.05.2017
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

Regen auf Titan entdeckt

Erstmals Niederschläge auf dem Saturnmond nachgewiesen

Der Saturnmond Titan besitzt nicht nur eine der Urerde ähnliche Stickstoffatmosphäre, sondern es fällt sogar Regen aus seinen Wolken. Im Gegensatz zur Erde besteht dieser Niederschlag allerdings aus Methan und nicht aus Wasser. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forscherteam, das Messdaten der europäischen Sonde Huygens ausgewertet hatte. Sie berichten hierüber in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
Huygens auf dem Titan

Huygens auf dem Titan

Die Messungen zeigen, dass kaum sichtbare Schleierwolken vorhanden sind, die im oberen Bereich aus gefrorenem Methan und im unteren Bereich aus einem Gemisch aus flüssigem Methan und Stickstoff bestehen. Aus diesen Wolken fällt leichter Nieselregen, der den Boden in geringen Mengen erreicht. Somit konnte zum ersten Mal ein geschlossener "hydrologischer" Kreislauf auf Titan, der die Atmosphäre und den Boden einschließt, vom internationalen Forscherteam um Dr. Tetsuya Tokano und Professor Fritz Neubauer vom Institut für Geophysik und Meteorologie der Universität zu Köln nachgewiesen werden. Im Gegensatz zur Erde wird der "hydrologische" Zyklus allerdings von Methan an Stelle von Wasser getragen.

Die Bilder der europäischen Huygens-Sonde von der Oberfläche Titans im vergangenen Jahr zeigen ehemalige Flüsse und Seen. Unter den Temperatur- und Druckverhältnissen auf Titan ist Methan das einzige Element, das gasförmig, flüssig und fest in großen Mengen vorkommen kann. In den letzten Jahren konnten mit erdgebundenen Teleskopen spektakuläre Wolkenausbrüche auf Titan beobachtet werden, die Hinweise auf gefrorenes oder flüssiges Methan sein können, jedoch war bis vor kurzem nicht bekannt, ob diese Wolken auch Regenfälle verursachen.
(idw - Universität zu Köln, 27.07.2006 - AHE)
 
Printer IconShare Icon