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Mittwoch, 13.12.2017
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Stammzellen beseitigen Kahlköpfigkeit

Ergebnisse an Mäusen auch auf Menschen übertragbar?

Stammzellen der Haarfollikel von Mäusen können, wenn sie in ein anderes Tier implantiert werden, neues Haar wachsen lassen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie von Wissenschaftlern der University of Pennsylvania gekommen. Damit könnte auch die Kahlköpfigkeit beim Menschen vielleicht bald bald der Vergangenheit angehören.
Versuchtstier Maus

Versuchtstier Maus

Das Team um George Cotsarelis vertraute auf genetische Tricks um die Stammzellen zu kennzeichnen. Das ermöglichte eine Reinigung der Zellen und die Katalogisierung ihrer Muster der Genaktivierung. Die Ergebnisse dieser Studie wurden in Nature Biotechnology veröffentlicht.

Biologen war seit Jahren bekannt, dass die Zellen, die Haare wachsen und Hautwunden heilen lassen können, sich im gewölbten Bereich des Haarfollikels befinden. Bis jetzt war es jedoch nicht gelungen, diese Zellen für eine nähere Untersuchung von dem sie umgebenden Gewebe zu trennen. Die beiden Teams nutzten verschiedene genetische Tricks, damit die Stammzellen anders als die umgebenden Zellen ein grünes fluoreszierendes Protein (GFP) produzierten. Standardmaschinen waren in der Folge in der Lage, die leuchtenden Zellen von den anderen zu trennen.

Cotsarelis transplantierte einige der Zellen neuen Mäusen und wies nach, dass sie Haare und alle damit zusammenhängenden Strukturen wie Follikel, Epidermis und Talgdrüsen produzierten. Nach der Reinigung einer ausreichenden Zellmenge setzten beide Teams Genchips ein, um festzustellen, welche Gene in den Stammzellen aktiviert waren. Damit wurde erstmals jene Signatur erkennbar, die eine Identifizierung dieser Zellen beim Menschen ermöglicht. Nahe liegend seien laut NewScientist auch Erkenntnisse über viele neue Gene, die das Haarwachstum kontrollieren.


Männliche Kahlheit resultiert beispielsweise daraus, dass die Haarfollikel beginnen, winzige, farblose Haare zu produzieren, die nahezu unsichtbar sind. Die eigentliche Ursache für den Wechsel von dickem zu dünnem Haar ist nicht bekannt. Laut Cotsarelis könnten die neuen Zellen es unter Umständen ermöglichen, Medikamente zu finden, die das Kahlwerden reversibel machen.
(Pressetext Europe, 16.03.2004 - DLO)
 
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