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Freitag, 22.09.2017
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Top-500 der Supercomputer

Schnellste Supercomputer für die freie Forschung steht in Deutschland

Der schnellste Supercomputer der Welt für die freie Forschung steht im Forschungszentrum Jülich. Unter den 500 weltweit schnellsten Supercomputern insgesamt, einschließlich der für militärische, industrielle oder fachliche Zwecke gebundenen Supercomputer, nimmt der Jülicher Blue Gene (JUBL) Rang 8 ein, in Europa belegt er Platz 2. Dies geht aus der aktuellen Top-500-Liste hervor, die zweimal jährlich die schnellsten Supercomputer der Welt auflistet.
Der neue Superrechner

Der neue Superrechner

"Jülich ist aus mehreren Gründen ein idealer Standort für einen Supercomputer: Hier wird Spitzenforschung in großer fachlicher Breite betrieben“, urteilt Jack Dongarra von der Universität Tennessee. „Zugleich gibt es hier aber auch Wissenschaftler, die Supercomputer betreiben können, und Jülich verfügt aufgrund seiner langjährigen Tradition im Supercomputing über eine einschlägige Infrastruktur. So eine Situation findet man nur selten an".

Dongarra gilt als führender Experte im Supercomputing und berät unter anderem die US-amerikanische Regierung. Gemeinsam mit Hans Meuer von der Universität Mannheim, Erich Strohmaier und Horst Simon von der Lawrence Berkley National Laboratory, gibt er seit gut 12 Jahren die Top-500-Liste heraus. Dongarra hatte sich in der vergangenen Woche mehrere Tage lang im Forschungszentrum Jülich umgesehen.

Deutsche Computer unter den Top-500


In der aktuellen Top-500-Liste stehen 17 deutsche Einrichtungen, auf Platz 48 das HLRZ in Stuttgart (9,2 Teraflops) und auf Platz 95 die Adam Opel AG mit (5,5 Teraflops). Der zweite Jülicher Superrechner JUMP schafft es auf Platz 86 mit 8,9 Teraflops. Damit stehen zwei der drei schnellsten Rechner Deutschlands in Jülich.


Unter den zehn schnellsten Supercomputern werden fünf für militärische Zwecke, weitere drei für bestimmte Forschungsziele (z.B. Raumfahrt und Klima) sowie einer in der Industrie (IBM) eingesetzt. Die Simulation mit Supercomputern ist seit einigen Jahren neben der Theorie und dem Experiment das dritte Standbein der Forschung in allen Naturwissenschaften. Beispielsweise können so aufwändige, real unmögliche oder zu gefährliche Experimente ersetzt werden.
(Forschungszentrum Jülich, 29.06.2006 - AHE)
 
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