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Donnerstag, 25.05.2017
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Körpereigenes Mittel gegen Krebs?

Neuer Behandlungsansatz durch Blockade von Proteinen

Möglicherweise könnte ein körpereigenes Mittel einen neuen Therapieansatz im Kampf gegen Krebs liefern. Denn Wissenschaftler ist es gelungen, die so genannte „RNA interferance“ so abzuwandeln, dass die Bildung von krebserzeugenden Proteinen verhindert werden konnte.
Krebs-Tumorzelle

Krebs-Tumorzelle

Der Prozess, die so genannte RNA interferance, blockiert die Bildung von Proteinen, die für Krebs oder Viruserkrankungen verantwortlich sind. "Wir haben diesen Prozess ausgenutzt, indem wir short interfering RNA - auch siRNA - erzeugt haben, welche für die Entwicklung von Medikamenten zur Bekämpfung von Viren und Krebs eingesetzt wird", erläutert Bryan Williams, Direktor des Monash Institute of Medical Research (MIMR) im australischen Melbourne. "Dies haben wir nun einen weiteren Schritt vorangetrieben, indem wir klärten, wie siRNA mit unterschiedlichen zellulären Eigenschaften erzeugt werden kann, um unterschiedliche Krankheiten zu bekämpfen."

Auch wenn frühere Studien bereits gezeigt hatten, dass siRNA ein potentielles Mittel gegen Viren und Krebs sein kann, so hat Williams nachgewiesen, dass bei siRNA basierten Therapeutika die Gefahr einer gefährlichen Entzündungsreaktion bestand. Er und sein Team haben nun herausgefunden, dass die physische Struktur der siRNA entscheidend für die Entwicklung effektiver Antikrebs und antiviraler Medikamente ist.

"Indem wir die Struktur der siRNA optimieren, um gezielt spezifische Krankheiten anzuvisieren, können wir bestimmen, ob ein bestimmtes siRNA basiertes Medikament eine Immunreaktion blockieren oder unterstützen soll und so die Effektivität einer Behandlung steigern", so Williams. Tests unter Verwendung von siRNA finden gegenwärtig mit Patienten in den USA und Europa statt. Die Wissenschaftler um Williams sind sich sicher, dass ihre Erkenntnisse entscheidenden Einfluss darauf haben werden, wie siRNA als Mittel im Kampf gegen Viren und Krebs entwickelt wird.
(Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke- Heinemann, 09.06.2006 - AHE)
 
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