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Freitag, 20.01.2017
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Bär in Bayern

WWF bestätigt Verdachtsmomente

Der Bär, der seit einigen Tagen durch Tirol wandert, ist jetzt in Bayern angekommen. Dies hat die Umweltorganisation WWF bestätigt. Damit gibt es seit über 170 Jahren erstmals wieder ein solches Raubtier in Deutschland. WWF-Experten um den „Bärenanwalt“ Jörg Rauer konnten einen Schafriss im oberbayerischen Grenzgebiet zu Tirol definitiv einem Bären zuordnen.
„Der WWF heißt den Bären in Deutschland willkommen“, sagte Volker Homes, Artenschützer beim WWF Deutschland. Woher der Bär genau stammt, ist bisher nicht bekannt. Genproben werden zurzeit in Italien überprüft. Vermutlich handelt es sich ist um einen Bären aus dem Trentino in Italien.

Der sehr wanderfreudige Bär hat sich in den vergangenen Tagen in Tirol wenig scheu gezeigt. Der WWF ist deshalb mit einer Bärenfalle vor Ort, um das Tier zu fangen und mit einem GPS-Sender auszustatten. Ziel ist es, dadurch zu wissen, wo sich das Tier aufhält und so rechtzeitig eingreifen zu können, wenn der Bär sich menschlichen Siedlungen nähert.

„Diesem Bären muss man die Angst vor dem Menschen wieder antrainieren“, erklärt Homes. Mit Hilfe von Knallkörpern und Gummigeschossen kann er daran gehindert werden, dem Menschen zu nahe zu kommen.


Keine Zwischenfälle in Österreich


In Österreich leben derzeit etwa 30 Bären. Dank der Aufklärungsarbeit der Bärenanwälte kam es in den vergangenen 30 Jahren zu keinen Zwischenfällen, bei denen Menschen zu Schaden gekommen wären.

Wanderern im Bärengebiet empfiehlt der WWF durch Singen und Pfeifen auf sich aufmerksam zu machen. Der WWF warnt eindringlich davor, auf Bärensuche zu gehen. „Der Bär ist ein Wildtier und nicht zu unterschätzen. Wenn er sich in die Enge gedrängt fühlt, kann er sehr gefährlich werden“, warnt Homes.
(WWF, 22.05.2006 - DLO)
 
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