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Dienstag, 24.01.2017
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Startschuss für TanDEM-X

Radarsatellit für lückenlose und genaue Vermessung der Erde

Das Deutsche Zentum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Europas führender Satellitenhersteller EADS Astrium gaben heute auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin den Startschuss für die Satellitenmission TanDEM-X. Nun kann mit dem Bau dieses deutschen Radarsatelliten begonnen werden.
Geplanter Radarsatellit TanDEM-X

Geplanter Radarsatellit TanDEM-X

Mit Hilfe der Doppel-Formation TerraSAR-X/TanDEM-X wird es möglich sein, die komplette Landoberfläche der Erde, das sind 150 Millionen Quadratkilometer, innerhalb von nur 2,5 Jahren vollständig zu vermessen. Für ein Zwölf-Meter-Raster, das entspricht einer Straßenbreite, wird eine Höheninformation mit mehr als zwei Metern Genauigkeit bestimmt.

Weltweit durchgehende Vermessung


Der entscheidende Vorteil der satellitengestützten Vermessung der Erde liegt in der Erzeugung eines weltweit durchgehenden, homogenen Geländemodells ohne Brüche an regionalen oder Ländergrenzen oder Inhomogenitäten, die aus dem bisher bestehenden Mosaik unterschiedlicher Messverfahren und zeitlich gestaffelter Messkampagnen entstehen. Hierbei spielt der Einsatz des Radars eine entscheidende Rolle, da es vollkommen unabhängig von Wetter und Wolken bei Tag und Nacht betrieben werden kann.

Das Verfahren ist derzeit konkurrenzlos und findet insbesondere auch in den USA erhebliche Beachtung. Damit soll TanDEM-X auch ein Schlüsselprojekt zur Demonstration, zur Sicherung und zum Ausbau der deutschen Kompetenz und Wettbewerbsfähigkeit in der satellitengestützten Radartechnik werden.


2009 in der Umlaufbahn


Die Ingenieure der EADS Astrium in Friedrichshafen beginnen jetzt mit dem Bau des Satelliten TanDEM-X. Ziel ist es, diesen Satelliten im Jahr 2009 auf eine Umlaufbahn zu schicken. Er soll dann zusammen mit dem nahezu baugleichen Radar-Satelliten TerraSAR-X, der im Herbst dieses Jahres vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur aus gestartet wird, ein hochpräzises Radar-Interferometer bilden.

Deutschland könnte mit dem Digitalen Geländemodell der Erde ab 2010 über ein attraktives und weltweit einmaliges Datenprodukt verfügen, welches in Initiativen und Programmen wie zum Beispiel ZKI (Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation), GMES (Global Monitoring for Environment and Security) und GEOSS (Global Earth Observation System of Systems), aber auch in sicherheitsrelevante Kooperationsabkommen eingebracht werden kann.
(DLR, 18.05.2006 - NPO)
 
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