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Dienstag, 24.01.2017
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Erneut Walfangverbot gefordert

Tierschützer weisen auf Grausamkeit der Jagd hin

"Troubled Waters" heißt der gestern offiziell vorgestellte Bericht zum Start einer weltweiten Anti-Walfang-Kampagne. Laut dieser Studie hat sich die Technik des Walfangs seit über 100 Jahren kaum verändert und belegt zugleich die Grausamkeit der Jagdmethoden. Obwohl der kommerzielle Walfang seit 1986 offiziell verboten ist, wurden seitdem dennoch 20.000 Wale getötet.
Erlegter Minkwal

Erlegter Minkwal

Über 140 Tierschutzorganisationen und NGOs aus 57 Ländern haben sich zu einer weltweiten Koalition für die Wale zusammengeschlossen. Unter dem Titel "Whalewatch - It's Time To Watch Their Welfare" setzen sich diese Organisationen für den globalen Schutz der Wale ein. Im Juli trifft sich die Internationale Walfangkommission (IWC) zu Beratungen im italienischen Sorrento. Bis dahin will die internationale Koalition mit der IWC über ein vollständiges Verbot des "wissenschaftlichen", wie auch des kommerziellen Walfangs verhandeln und unter allen Umständen ein Aufweichen des bestehenden Moratoriums verhindern.

"In den letzten Jahren diskutierte die IWC nur noch über abstrakte Zahlen und Statistiken“, so Peter Davies, Generaldirektor der Welttierschutzorganisation WSPA. „Der Tierschutzgedanke und die Grausamkeit des Walfangs wurde damit immer mehr in den Hintergrund gedrängt. Fakt ist, dass es nicht um die Zahlen geht, denn es ist unerheblich, ob nur ein oder tausend Wale getötet werden. Grausam ist der Walfang in jedem Fall."

Laut der Studie hat sich die Technik mit der Wale heute getötet werden, seit der Erfindung der Sprengkopf-Harpune vor 100 Jahren kaum verändert. Wie damals, soll die Harpune tief ins Walfleisch eindringen bevor sie zündet. Der Tod tritt dann infolge eines Schocks oder massiven inneren Verletzungen ein. Der schnelle, saubere Tod ist eher ein Wunschgedanke, wenn man die Bedingungen auf hoher See berücksichtigt. Trotz der enormen Zerstörungskraft der Geschosse, ringen viele Wale bis zu einer Stunde lang mit dem Tod.


Wie lange ein Wal leidet hängt maßgeblich vom Geschick und Glück des Schützen ab. Ein Beispiel: Norwegen und Japan verwenden fast identische Technik. Die Norweger berichteten, dass in der Fangsaison 2002 jeder fünfte Wahl nicht sofort tot war. Japan dagegen gab an, dass in der Fangsaison 2002/03 fast 60%, also die Mehrheit der Wale nicht mit dem ersten Schuss erlegt werden konnte.
(WSPA Welttierschutzgesellschaft e.V., 10.03.2004 - AHE)
 
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