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Sonntag, 28.05.2017
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Ball-Roboter erforscht Antarktis

Tumbleweed-Rover übt die Erforschung von Planeten

Die NASA testet zur Zeit eine neue Sonde für die Suche nach Wasser auf anderen Planeten. Die Kugel erfüllt mehrere Funktionen gleichzeitig: Sie ist ein Fallschirm im Flug, ein Airbag bei der Landung und darüber hinaus ein vollständiges unbemanntes Vehikel für wissenschaftliche Messungen. In der Antarktis hat sie nun ihre erste „Eisprobe“ bestanden.
Tumbleweed-Rover in der Antarktis

Tumbleweed-Rover in der Antarktis

Das Gefährt hält auch den rauen Temperaturen der Antarktis, derzeit bei minus 30 Grad Celsius, stand. Im Inneren der rund zwei Meter im Durchmesser großen Hightech-Kugel sorgt eine automatische Umluftpumpe für Temperaturen von etwa 30 Grad Celsius. Die Messgeräte senden die Informationen inklusive der Standortinformation direkt an den Satelliten.

Im ersten Test war der Roboter-Ball insgesamt acht Tage am Antarktischen Polar-Plateau unterwegs, nachdem er von der Amundsen-Scott South Pole Station gestartet war. Nach Angaben der NASA Jet Propulsion Laboratory JPL waren die Ergebnisse zufriedenstellend. Die Konzeption eines runden Roboters geht bereits auf die 70-er Jahre zurück. Die äußere Form des Roboters hat sich nach Angaben des Experten Alberto Behar von der JPL bewährt. Dieser neueste Roboter der NASA ist nach der Wüstenpflanze Steppenläufer (Tumbleweed) benannt, der wie ein Ball über die Oberfläche rollt. Bis zu 16 km/h Höchstgeschwindigkeit schafft der Roboter-Ball, der sich mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von sechs Stundenkilometern fortbewegt. Dabei erfasst er Daten über Lufttemperatur, Luftdruck, Feuchtigkeit und Lichtintensität.

Die Wissenschaftler planen bereits ein weiterentwickeltes System von Tumbleweed. Als wichtigste Vorgabe soll der neue Ball etwas an Gewicht verlieren. Tumbleweed Eins wiegt rund 45 Kilogramm. Begeistert sind die Forscher aber über die Form des neuartigen Gefährts, da es optimal über die Oberfläche gleiten kann. Der Mars-Tumbleweed soll aber wesentlich größer sein und in seinem Inneren soll ein Bohrer installiert werden, um Bodenproben nehmen zu können.
(Pressetext Europe, 09.03.2004 - AHE)
 
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