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Montag, 22.05.2017
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Steppe statt Regenwald

WWF: Klimawandel und Abholzung verwandeln Amazonas in eine Savanne

Klimawandel und Abholzung könnten 30 bis 60 Prozent des Amazonas-Regenwaldes in eine öde Savanne verwandeln, warnt eine neue WWF-Studie. Allein von 1990 bis 2000 sind die monatlichen Lufttemperaturen in Südamerika um 0,5 bis 0,8 Grad Celsius angestiegen. In Zukunft ist mit einer weiteren Erwärmung zu rechnen. Die Folgen: Weniger Niederschlag, mehr Trockenheit. Der WWF fürchtet nicht zuletzt den Verlust der enormen Artenvielfalt in der Amazonasregion.
Tropischer Regenwald

Tropischer Regenwald

„Der Amazonas-Regenwald droht förmlich zu verdursten. Die Risiken des Klimawandels für die Artenvielfalt und die Ökosysteme müssen in den Strategien zum Schutz der biologischen Vielfalt stärker berücksichtigt werden“, fordert WWF-Klimaexpertin Regine Günther anlässlich der 8. Konferenz zur Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) in Curitiba/Brasilien. „Wenn die Temperaturen weiter steigen, könnte die Versteppung des Amazonas unumkehrbar werden.“

Derzeit leistet der Amazonas noch einen wichtigen Beitrag zum Abbau von Kohlendioxid (CO2). CO2, der Hauptverursacher des Klimawandels, entsteht vor allem bei der Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Öl oder Gas. Allerdings resultieren bis zu 20 Prozent der weltweiten CO2-Belastung aus der Abholzung der Wälder. Wenn die Zerstörung anhält, könnte die Amazonasregion in Zukunft mehr Kohlendioxid erzeugen als abbauen und so erheblich zum zerstörerischen Klimawandel beitragen.

Kahlschlag stoppen


Der WWF fordert die Amazonas-Staaten, auf der CBD klare Ziele zu vereinbaren, um den Kahlschlag zu stoppen. „Die tödliche Kombination aus Kahlschlag und Erwärmung muss gestoppt werden. Fossile Energieträger wie Kohle und Öl müssen ebenso deutlich zurückgefahren werden wie die Abholzung der Regenwälder. Nur so können wir Mensch und Natur vor den katastrophalen Folgen des Klimawandels bewahren“, betont Regine Günther.


Die WWF-Studie „Climate Change in the Amazon“ wurde unter Federführung des Brasilianischen „National Space Research Institute“ (INPE) verfasst.
(WWF, 23.03.2006 - DLO)
 
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