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Dienstag, 26.09.2017
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Arktiskonferenz in Potsdam

Auswirkung des Klimawandels auf die Arktis erforscht

Vom 22. bis 29. März 2006 findet in Potsdam die Arctic Science Summit Week (ASSW) statt, eine der bedeutendsten internationalen Tagungen zur Arktisforschung. Wissenschaftler aus aller Welt tragen in dieser Woche ihre Ergebnisse über die Auswirkungen des Klimawandels zusammen und erörtern darüber hinaus die langfristigen Perspektiven der internationalen Arktisforschung. Eine besondere Bedeutung erlangt die Tagung durch die Zusammenkunft des Arktischen Rats aus Vertretern der acht Anrainerstaaten sowie den Vorbereitungen für das Internationale Polarjahr (IPY) 2007/2008.
Forschungseisbrecher Polarstern in der Arktis

Forschungseisbrecher Polarstern in der Arktis

Auf einer Reihe von teilweise öffentlichen Veranstaltungen befassen sich die Wissenschaftler mit neuesten Erkenntnissen und Projektplanungen zur Arktisforschung. Beteiligt sind unter anderem das „International Arctic Science Committee“ (IASC), das „European Polar Board“ (EPB), das „Arctic Ocean Science Board“ (AOSB) sowie die „Pacific Arctic Group“ (PAG). Weiterhin treffen sich das „Forum of Arctic Research Operators“ (FARO), das „Ny-Ålesund Science Managers Committee“ (NySMAC), die „International Permafrost Association“ (IPA) und der Arktische Rat (Arctic Council).

Meereis, Gletscher und Permafrost


Zentraler Teil der Veranstaltung sind der Wissenschaftstag am Sonnabend, dem 25. März und ein Projekttag am Sonntag, dem 26. März. Am 25. März werden aktuelle Themen mit dem Schwerpunkt „Auswirkung des Klimawandels auf die Arktis “ präsentiert. „Zurückgehendes Meereis, schmelzende Gletscher und tauender Permafrost, Veränderung der Ökosysteme und akute Gefährdung von Tierarten zählen zu den Themen, die in dem wissenschaftlichen Symposiums vorgestellt und diskutiert werden“, erklärt Hans-Wolfgang Hubberten von der Forschungsstelle Potsdam des Alfred-Wegener-Instituts.

Am 26. März stehen die Planungen für das Internationale Polarjahr 2007/2008 im Vordergrund. Für dieses Großereignis läuft nicht nur im Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung bereits der Countdown: Zehntausende Wissenschaftler aus aller Welt werden in diesem kommenden Mammutprojekt die Arktis und die Antarktis erforschen. Auf der Tagung wird hierfür der aktuelle Forschungsbedarf diskutiert und Schiffseinsätze während des Polarjahres abgestimmt. Weiterhin stehen die Planung und Einrichtung von Observatorien zur langfristigen Beobachtung klimabedingter Veränderungen in der Arktis auf dem Programm.

Internationales Polarjahr 2007/2008


Eiskeilabbruchkante am Rande der Laptew-See

Eiskeilabbruchkante am Rande der Laptew-See

Das Internationale Polarjahr 2007/2008 wird auf Initiative und unter der Schirmherrschaft des International Council for Science (ICSU) und der World Meteorological Organisation (WMO) durchgeführt. Mit Wissenschaftlern aus über 60 Nationen stellt es die bisher größte gemeinsame Wissenschaftsveranstaltung der Geschichte dar. Seit Beginn der Vorbereitungen im Jahr 2003 sind weit über tausend Projektvorschläge bei der internationalen Planungsgruppe eingegangen, von denen zur Zeit knapp über 400 akzeptiert sind.


Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des Alfred-Wegener-Instituts sind - zum Teil federführend - an über 50 dieser internationalen Kooperationen beteiligt. Eine Investition Deutschlands ist die Errichtung einer neuen Antarktisstation des Alfred-Wegener-Instituts. Das verbleibende Jahr bis zum offiziellen Beginn wird vor allem der intensiven Vorbereitung und gegenseitigen Abstimmung der wissenschaftlichen Projekte und dem koordinierten Einsatz der logistischen Ressourcen dienen.
(Alfred-Wegener-Institut, 21.03.2006 - AHE)
 
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