• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Donnerstag, 19.10.2017
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

Geteilte Süßwasser-Welt

Wie viel Süßwasser gibt es auf der Welt und wie verteilt es sich?

Der blaue Planet – spätestens seit Astronauten das erste Mal die Erde aus dem All betrachteten, trägt sie diesen Beinamen. Nicht zu Unrecht, immerhin bedecken die Weltmeere 71 Prozent der Erdoberfläche. Für das Leben auf der Erde bedeutet Wasser genau dies: Leben. Doch wie viel Süßwasser gibt es eigentlich auf der Welt und wie verteilt es sich?
Trinkwasser

Trinkwasser

Alle Lebensprozesse brauchen Wasser. Für viele Tiere und die meisten Pflanzen, die an Land leben, darf es aber nicht irgendein Wasser sein. Denn: Nicht alles Wasser auf dem blauen Planeten ist genießbar: Von den 1.386 Millionen Kubikkilometern Wasser auf der Erde sind etwa 97,5 Prozent Salzwasser. Der irische Dramatiker Brendan Behan bringt dies auf den Punkt: „Eine Flüssigkeit, die nicht zum Trinken da ist, sonst hätte Gott nicht so viel davon gesalzen“. Nur ein verschwindend kleiner Teil des frischen Nasses auf der Erde sind Süßwasser – etwa 2,5 Prozent – und damit genießbar für Pflanze, Tier und Mensch. Immerhin sind das immer noch 35 Millionen Kubikkilometer – gleichmäßig verteilt ausreichend, um die Erde mit einer rund 68 Meter hohen Wasserschicht zu bedecken.

In Eis und Schnee


Doch auch von diesen 68 Metern steht nur ein kleiner Teil wirklich zur Verfügung. Mehr als zwei Drittel des Süßwassers – 24 Kubikkilometer oder etwa 48 Meter unserer hypothetischen Schicht – liegen im ewigen Eis und Schnee der Polarkappen und Gletscher. Inwieweit der Treibhauseffekt diesen Speicher schon angetaut hat, weiß keiner, aber Wissenschaftler diskutieren, ob die Abbrüche riesiger Eisberge von den Gletschern der Antarktis sich in den letzten Jahren verstärkt haben. Doch die Beobachtungen in der Antarktis dauern noch nicht lange genug an, um diese These belegen oder widerlegen zu können. Es gab übrigens durchaus schon Überlegungen, Eisberge zum Beispiel nach Arabien zu schleppen, um sie zur Trinkwasserversorgung zu nutzen.

Grundwasser hat den nächst größeren Anteil am Süßwassers der Erde. Etwa 23 Millionen Kubikkilometer Wasser sickern durch den Boden zu unseren Füßen. Davon sind allerdings nur etwa 10,5 Millionen Kubikkilometer Süßwasser, der Rest ist versalzen. Immerhin trägt das genießbare Grundwasser damit etwa 20 Meter zu unserer Süßwasserschicht bei.


Wasserplanet Erde

Wasserplanet Erde

Weitere etwa 104.000 Kubikkilometer Süßwasser plätschern in Seen und Flüssen. Seen, wie das Tote oder das Kaspische Meer zählen nicht dazu, da sie zu salzig sind. Übrig bleiben noch etwa 22 Zentimeter unserer Wasserschicht. Weitere Speicher sind Bodenfeuchte und Atmosphäre mit jeweils 16.000 bzw. 13.000 Kubikkilometern Wasser. Zu unserer theoretischen Wasserschicht tragen sie 3, bzw. 2,5 Zentimeter bei. Nur 2.100 Kubikkilometer allen Wassers fließen in den Flüssen der Welt. Und – last but not least – speichern auch Pflanzen, Tiere und Menschen Wasser, ungefähr 1.100 Kubikkilometer alles zusammengenommen. Doch auch diese Menge könnte die Welt noch mit einem Film von 0,2 Zentimetern benetzen. Allerdings – im Vergleich zu der 2.718 Meter dicken Schicht, mit der alles Wasser die Erde förmlich ertränken könnte – noch nicht mal ein Haarbreit.


Hinweis der Redaktion
Haben auch Sie ähnliche Fragen aus dem Bereich Geowissenschaften oder Umwelt? Dann wenden Sie sich doch per email an die Redaktion. Wir recherchieren Ihre Anfrage und veröffentlichen die Antworten in der GeoUnion-Rubrik "GeoSchonGewußt?"

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass nicht jede Anfrage beantwortet werden kann.
(Kirsten Achenbach/RCOM, 01.02.2006 - AHE)
 
Printer IconShare Icon