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Dienstag, 25.07.2017
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Wie entstanden die Rwenzori-Berge in Uganda?

Forscher untersuchen Ursachen und Wurzeln der Menschwerdung

Sie sind mehr als 5.000 Meter hoch und gehören zum ostafrikanischen Riftsystem: die Rwenzori-Berge in Uganda. Für deutsche Wissenschaftler sind sie jedoch auch noch aus einem anderen Grund interessant. Sie wollen in diesem Gebirge den Ursachen und Wurzeln der Menschwerdung auf die Spur kommen.
Frühmensch

Frühmensch

Die Rwenzori-Berge gehören zu dem Teil Ostafrikas der als Wiege der Menschheit bezeichnet wird. Dort entstand nach Meinung der meisten Wissenschaftler vor rund zwei Millionen Jahren der moderne Mensch.

RIFT-LINK untersucht Gebirgsbildung


Im Rahmen von "Rift Dynamics, Uplift and Climate Change in Equatorial Africa: Interdisciplinary Research linking Asthenosphere, Lithosphere, Biosphere and Atmosphere", kurz RIFT-LINK, wollen die Forscher klären, wie es zur Gebirgsbildung kam und welchen Einfluss sie auf das Klima und die Veränderung der Ökosysteme und damit letztlich die Evolution des Menschen hatte.

Geo- und biowissenschaftliche Fragestellungen zur Geodynamik, Sedimentologie, Paläontologie, Hominiden- und Atmosphärenforschung stehen dabei auf dem Programm.


Geklärt werden sollen unter anderem die Beziehungen zwischen der Hebung des Gebirges und Klimaveränderungen, die Ursachen der extremen Hebung des Rwenzori-Gebirges im Vergleich zum übrigen Rift und vor allem, wie die biogeographische Entwicklung die Menschwerdung beeinflusste.

Die Ergebnisse sollen in ein Modell einfließen, das die komplexen Zusammenhänge und Beziehungen auf der Zeitachse zwischen Grabenbildung, Hebung, Klimawechsel und der Entwicklung der Fauna beschreibt.

Drei Millionen Euro für drei Jahre


Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat nun auf ihrer letzten Sitzung die Förderung von RIFT-LINK in den kommenden drei Jahren beschlossen. "Das ist eine Bestätigung für die bislang geleistete Vorarbeit, das hohe Forschungsniveau und die enge Kooperation der Geowissenschaften in der Wissensregion RheinMain. Wenn wir im kommenden Jahr das neue Geozentrum auf dem Campus Riedberg beziehen, werden sich die Arbeitsbedingungen wesentlich verbessern, was auch diesem Projekt zu Gute kommen wird", so der Frankfurter Geophysiker Professor Georg Rümpker, der Sprecher der Gruppe.

Die Vorarbeiten zum Projekt laufen bereits seit 2003. Das Fördervolumen beträgt rund eine Million Euro pro Jahr.

Beteiligt sind in Deutschland Wissenschaftler der Universitäten Frankfurt und Mainz, der TU Darmstadt, der Universität Heidelberg, der FU Berlin und des GeoForschungsZentrums Potsdam.
(idw - Universität Frankfurt, 20.01.2006 - DLO)
 
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