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Freitag, 24.03.2017
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Mülltrennung out?

Auch 2004 wieder weniger Altglas gesammelt

Nach aktuellen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes wurden 2004 in Deutschland 10,6 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle getrennt eingesammelt. Dies sind zwei Prozent weniger als im Jahr 2003. Vor allem bei Altglas war der Trend stark rückläufig.
Zivilisationsmüll

Zivilisationsmüll

Mehr als die Hälfte der getrennt gesammelten Abfälle stammt nach Angaben der Statistik-Experten von privaten Endverbrauchern. Im Durchschnitt wurden laut dem Statistischen Bundesamt je Einwohner 72 Kilogramm Verpackungen vom übrigen Hausmüll getrennt und in der gelben Tonne, im Glas- oder Papiercontainer oder vergleichbaren Systemen eingesammelt. Die größten Einzelposten waren mit 2,2 Millionen Tonnen die Glasverpackungen, dicht gefolgt von Leichtverpackungen, einem Gemisch aus Kunststoffen, Leichtmetallen und Verbundmaterialien.

Wie das Statistische Bundesamt betonte, werden seit dem Jahr 2000 immer weniger Glasverpackungen wie Flaschen oder Gläser im Glascontainer entsorgt. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Altglasmenge 2004 nochmals um sieben Prozent zurück. Je Einwohner wurden 2004 deshalb im Schnitt nur noch 27 Kilogramm Glas eingesammelt. 2003 waren es noch zwei Kilogramm mehr. Der Anteil der Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton betrug etwa 1,5 Millionen Tonnen.

Geänderte Berechnungsgrundlage bei Papierverpackungen


Ursache für den Rückgang bei den getrennt eingesammelten Verpackungsabfällen ist nach Ansicht des Statistischen Bundesamts in erster Linie eine geänderte Berechnungsgrundlage des Anteils an Papierverpackungen an den Depotcontainern. In den Vorjahren wurden circa 25 Prozent der Altpapiergemische pauschal den Verkaufsverpackungen zugerechnet. Ab 2004 ergibt sich ein differenzierterer Berechnungsansatz mit Verpackungsanteilen von 14 Prozent bis 25 Prozent in den Altpapiergemischen.


Im gewerblichen Bereich wurden im Jahr 2004 nach Angaben der Experten 4,7 Millionen Tonnen Verpackungsmüll eingesammelt (Transport-, Um- und Verkaufsverpackungen), wobei der überwiegende Teil dieser Verpackungen (66 Prozent) aus Papier, Pappe und Karton bestand.

Rund Zweidrittel aller getrennt eingesammelten Verpackungen gingen zuerst an Sortieranlagen, um für eine weitere Verwertung aufbereitet zu werden. Der Rest konnte laut dem Statistischen Bundesamt direkt an den Altstoffhandel oder an Verwerterbetriebe, wie zum Beispiel Glas- oder Papierfabriken, weitergegeben werden.
(Statistisches Bundesamt, 06.01.2006 - DLO)
 
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