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Freitag, 15.12.2017
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Hormontherapie schädigt Gehör

Wahrnehmung und Informationsverarbeitung betroffen

Frauen, die nach den Wechseljahren mit einer Hormontherapie behandelt werden, riskieren eine Verringerung des Hörvermögens. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des University of Rochester Medical Center gekommen. An der Untersuchung nahmen 64 Frauen über 60 Jahren teil.
Hormone in Tablettenform

Hormone in Tablettenform

Bei jener Hälfte der Frauen, die Hormone einnahm, konnte eine zehn bis 30-prozentige Verschlechterung des Gehörs nachgewiesen werden. Diese Gruppe schnitt nicht nur bei dem Wahrnehmen von Geräuschen schlechter ab. Tests hinsichtlich der Verarbeitung der wahrgenommenen Informationen im Gehirn zeigten ebenfalls eine 30-prozentige Verschlechterung.

Laut dem leitenden Wissenschaftler Robert Frisina ist diese Verschlechterung vor allem in Situationen mit starken Hintergrundgeräuschen zu bemerken, wo Informationen gefiltert und nach ihrer Wichtigkeit beurteilt werden müssen. Die klassische Situation ist laut NewScientist der Versuch sich auf einer Party auf das das Gespräch mit einer Person zu konzentrieren. "Diese Form des Gehörverlustes ist Teil eines natürlichen Alterungsprozesses. Der Gehörverlust scheint bei diesen Frauen beschleunigt zu sein."

Es ist derzeit nicht bekannt, warum eine Hormontherapie negative Auswirkungen auf das Gehör haben kann. Frisina hatte ursprünglich eine Verbesserung des Hörvermögens erwartet. Er kann sich vorstellen, dass das durch Hormonschwankungen während des Zyklus hervorgerufene ionische Ungleichgewicht eine Rolle spielt. Von diesem Ungleichgewicht sind vor allem die Natrium- und Kaliumwerte betroffen. "Das Ohr reagiert besonders sensibel auf derartige Schwankungen. Andere Studien haben gezeigt, dass sich das Hörvermögen während des Zyklus verändert." Der Wissenschaftler warnt, dass in diesem Zusammenhang auch Balanceschwierigkeiten von Bedeutung sein können.
(Pressetext Europe, 27.02.2004 - DLO)
 
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