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HIV-Impfstoff-Test in der Kritik

Experten: Kein Schutz nachweisbar

Wissenschaftler führender amerikanischer Universitäten haben den weltgrößten Test eines HIV Impfstoffes für Zeitverschwendung erklärt. Sie schreiben in Science, dass es keinen Beweis dafür gäbe, dass der Impfstoff Menschen gegen HIV schützen werde. Zu den Kritikern gehören Forscher der Harvard University, der University of California, der Cornell University und weiterer 15 Institutionen.

An dem Test nehmen in Thailand derzeit 16.000 Personen teil. Die beteiligten Pharmaunternehmen wie Aventis Pasteur und die US Regierung, die den Test finanziert, betonen laut BBC die Sinnhaftigkeit des 119 Mio. Dollar teuren Projekts, das fünf Jahre lang laufen soll.

Der Impfstoff wird aus einem harmlosen Vogelvirus gewonnen, der Menschen nicht infiziert und dem Protein gp120, das von der Oberfläche des Aidsvirus stammt. Das Vogelvirus wird dafür eingesetzt, die Aidsgene in den Körper zu schleusen. Das Immunsystem soll in der Folge HIV erkennen und es bei einer Infektion angreifen. Laut den Kritikern gibt es keine Beweise, dass dieses Verfahren funktioniert. Andere Versuche in Thailand und den USA zeigten, dass das gp120-Element dieses Impfstoffes nicht entsprechend wirke.
(Pressetext Austria, 19.01.2004 - NPO)
 
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