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Montag, 22.05.2017
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Nächster Schritt für Tsunami-Warnsystem für den Indischen Ozean

Seismometer im Beton

Das Tsunami-Frühwarnsystem im Indischen Ozean nimmt immer weiter Formen an: Am gestrigen Montag wurden im GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ ) fünf neue seismische Stationen für das Tsunami-Frühwarnsystem zum Transport nach Jakarta verladen. Ihre Besonderheit: Sie sind speziell für den unterirdischen Einsatz konzipiert.
Tsunami

Tsunami

Für die Installation der Sensoren und elektronischen Geräte wurden am GFZ Potsdam in Zusammenarbeit mit der Wieker Boote GmbH, einem kunststoffverarbeitenden Betrieb auf Rügen, spezielle Konstruktionen aus glasfaserverstärktem Kunststoff entwickelt. Sie bestehen aus zwei aufeinanderstehenden Kammern von zusammen drei Metern Höhe. Diese Konstruktion wurde speziell für den unterirdischen Einsatz in tropischen Feuchtgebieten entwickelt, wo es erhöhte Anforderungen an den Schutz vor Grundwasser und sonstigen Umwelteinflüssen gibt.

Die Bunker werden vor Ort in ein Bett aus Flüssigbeton in ein tiefes Erdloch abgelassen, so dass nach Aushärtung des Betons eine optimale Ankopplung der Konstruktion an das darunterliegende Gestein gewährleistet ist. In der unteren Kammer werden die seismischen Sensoren erbebenfest installiert, während die obere Kammer die dazugehörende Elektronik beherbergt.

Die fünf neuen Stationen werden in den nächsten Wochen an verschiedenen Orten in Indonesien installiert werden und ergänzen die bisherigen zwei GFZ-Seismometerstationen auf Sumatra und Java. Sie sind Teil des auf insgesamt 25 Stationen ausgelegten seismischen Netzes in Indonesien, das mit Hilfe von satellitengestützter Datenkommunikation die Früherkennung von tsunami-erzeugenden Erdbeben ermöglichen soll.
(GeoForschungsZentrum - Potsdam (GFZ), 29.11.2005 - NPO)
 
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