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Mittwoch, 29.03.2017
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Größtes Anti-Aids-Projekt aller Zeiten gestartet

Einschränkung der HIV-Opferzahlen in Afrika und Karibik

Die USA haben jetzt das größte bisherige Anti-Aids-Projekt ins Leben gerufen. Das 15-Milliarden-Dollar-Vorhaben soll vor allem, die Ausbreitung der tödlichen Immunschwächekrankheit in Afrika und in der Karibik eindämmen. Das Fünfjahres-Projekt wurde von Präsident George Bush offiziell bekanntgegeben.
Aids-Virus

Aids-Virus

Im Rahmen des Projekts sollen allein neun Milliarden Dollar an die 14 am schlimmsten betroffenen Staaten in Afrika und in der Karibik fließen. In diesen Ländern leben 50 Prozent aller Aids-Kranken der Welt. Neben medikamentöser Behandlung sollen auch Diagnose- und Präventionsprogramme mit finanziert werden, erklärte der amerikanische Projekt-Koordinator Randall Tobias. Darüber hinaus sollen auch spezielle Programme für Waisen von Aidsopfern und Kindern durchgeführt werden. Weitere fünf Mrd. Dollar werden für bilaterale Projekte in mehr als 100 Staaten verwendet. Eine Milliarden Dollar wird den Vereinten Nationen für Anti-Aids Kampagnen zur Verfügung gestellt werden.

Scheinbar sind jedoch nicht alle glücklich mit dem Projekt. Viele der Kritiker werfen den Politikern vor, dass das Projekt ziemlich spät startet. Alleine der Start der Kampagne wurde dauernd verschoben, so die Kritik. Die Aids Health Care Foundation, die größte US-amerikanische Aidshilfsorganisation, die auch Krankenhäuser in Afrika und in Zentralamerika betreibt, äußert sich über das Projekt ziemlich enttäuscht. Eine Erkrankung wie diese, an der 40 Millionen Menschen leiden und jeden Tag weitere 14.000 neue Fälle hinzukommen, müsse rasch bekämpft werden, so Michael Weinstein, Direktor der Aids Health Care Foundation. "Viele Experten in der Aidsbehandlung fragen sich, warum die amerikanische Regierung so lange gezögert hat", meint Weinstein.
(Pressetext Europe, 25.02.2004 - DLO)
 
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