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Samstag, 11.02.2012
Neuer Korallenbarsch vor Fidschi
Bisher unbekannter Fisch am Great Sea Reef entdeckt
Der Planet Erde ist um eine neue Fischart reicher: Die zur Familie der Korallenbarsche gehörende Art Pomacentrus sp. wurde bei der ersten umfassenden Untersuchung des vor Fidschi gelegenen Great Sea Reef von WWF-Forschern entdeckt.

Fidschi
Fidschi
© NASA/JPL/NIMA
„Die Artenvielfalt des Riffs, das auch als Cakaulevu bekannt ist, ist weltweit einzigartig“, erläutert WWF-Meeresexpertin Stefanie Schmidt. Am 4. November 2005 wurde der erste Teil des Riffs zum Schutzgebiet erklärt. Fortan dürfen dort in bestimmten Zonen keine Fische, Korallen oder andere Arten gefischt oder gesammelt werden. Den Einsatz der Regierung Fidschis für die nachhaltige Bewahrung des Riffs belohnt der WWF mit seinem Conservation Leadership Award.

„Das mehr als 200.000 Quadratkilometer große Riff ist Lebensraum für tausende Meereslebewesen, viele von ihnen kommen ausschließlich dort vor“, so die WWF-Expertin. Neben dem Korallenbarsch fanden WWF-Taucher am drittgrößten Riff der Welt einzigartige Korallen und zahlreiche bedrohte Arten, darunter die seltene grüne Meeresschildkröte und den Spinnerdelfin.

Doch die Freude ist nicht ungetrübt. Durch Wilderei, Überfischung und Zyanidfischerei, die vor allem für den Handel mit gefragten Zierfischen benutzt wird, sind nach WWF-Ergebnissen viele seltene Meeresbewohner am Great Sea Reef bedroht. Auch der Abbau der Korallen sowie Meeresverschmutzung und Klimawandel setzen dem Riff und seiner Lebensgemeinschaft stark zu.

Riff Haupteinkommensquelle für Fidschi-Bewohner
„Das Riff spielt in der Kultur der lokalen Bevölkerung eine tragende Rolle und ist durch Fischerei und Tourismus eine der Haupteinkommensquellen für die Bewohner der Fidschi-Inseln“, sagt Schmidt.

Um diesen einzigartigen Lebensraum zu schützen, arbeiten die Menschen vor Ort eng mit dem WWF und dem Netzwerk Fiji Locally Managed Marine Areas (FLMMA) zusammen. Zudem hat sich die Regierung Fidschis verpflichtet, dreißig Prozent ihres Seegebietes bis 2020 zum Schutzgebiet zu erklären. Mit einer Größe von 380.000 Quadratkilometern wird dieser Teil des südwestpazifischen Ozeans damit zu einem der größten Meeresschutzgebiete der Welt.
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