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Freitag, 26.05.2017
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Trieb der moderne Mensch seine Vorgänger in den Tod?

Einwanderungswelle vor 70.000 Jahren könnte Aussterben südasiatischer Frühmenschen verursacht haben

Entstand der moderne Mensch nur in Afrika, oder schafften vielleicht auch woanders Populationen von Vormenschen den Sprung zu Homo? Heiß diskutiert wird dies insbesondere für die Frühmenschen Südasiens. Jetzt haben amerikanische Forscher der Debatte eine neue Facette hinzugefügt.
Frühmensch

Frühmensch

Wissenschaftler der Universität von Cambridge in Massachusetts argumentieren in einer neuen Studie, dass die Ausbreitung des modernen Menschen aus Afrika nach Südasien sich vor nur 70.000 Jahren ereignet haben könnte. Die Ausbreitung des modernen Menschen nach Südasien scheint Teil eines komplexen – und manchmal fatalen – Prozesses zu sein, so die Forscher. Nach Ansicht der Wissenschaftler gelangten die modernen Menschen aus Afrika in Regionen wie Indien, wo sie auf eingeborene archaische Menschenformen trafen.

„Obwohl die genauen Umstände des Niedergangs der archaischen Populationen noch nicht geklärt sind, scheint es doch eindeutig, dass sie zum Aussterben getrieben worden sind – höchstwahrscheinlich durch die Konkurrenz mit den modernen Menschen“, so Michael Petraglia, Autor des Artikels in der Fachzeitschrift Current Anthropology. „Paläontologische Projekte müssen jetzt in Südasien gestartet werden, wenn wir die Ausbreitung unserer Art dokumentieren wollen und herausfinden, wie wir zu modernen Menschen wurden.“

Petraglia und seine Kollegin Hannah James konnten in ihren Studien jedoch keinen Hinweis auf einen Evolutionssprung vor 50.000 Jahren im Verhalten der Frühmenschen entdecken, wie er von einigen Anthropologen postuliert wird. Demnach hätte es beispielsweise erst nach Einwanderung der modernen Menschen komplexere Symbole und Kunstgegenstände gegeben. „Die archäologischen Belege aus Südasien deuten auf eine Diversität von Verhaltensreaktionen hin, in denen symbolische Artefakte manchmal, aber nicht immer hergestellt worden sind“, so der Forscher.
(University of Chicago Press Journals, 07.11.2005 - NPO)
 
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