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Samstag, 27.05.2017
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1,3 Sekunden entscheiden über Schönheit

Gehirnregion für ästhetische Bewertungen identifziert

Was ist schön? Darüber entscheidet unser Gehirn. Forscher haben ein Netzwerk im menschlichen Gehirn identifiziert, das die ästhetische Beurteilung grafischer Muster leistet. Die in der Fachzeitschrift NeuroImage veröffentlichte Studie belegt erstmals die Schönheitsbeurteilung auf Grund konkreter visueller Stimuli.
Forschungslandschaft Gehirn

Forschungslandschaft Gehirn

„Unsere Untersuchung verdeutlicht auch, vereinfacht gesagt: Über Geschmack lässt sich nicht streiten“, erklärt Thomas Jacobsen vom Institut für Psychologie I der Universität Leipzig, an dem die Studie durchgeführt wurde. Das Ausmaß, in dem zum Beispiel symmetrische Muster von den Versuchspersonen als schön empfunden wurden, variierte zwar, jedoch habe keiner der 15 Probanden dies generell als hässlich empfunden.

Die Versuchsteilnehmer sollten jeweils 200 Bilder, davon 100 zum Thema Schönheit und 100 zur Symmetrie beurteilen. Dabei maßen die Wissenschaftler gleichzeitig den Blutfluss in unterschiedlichen Gehirnregionen mittels Kernspintomograph. Auf diese Weise konnten sie ein bestimmtes Gebiet oidentifizieren, in dem verstärkte Aktivität während des Entscheidungsprozesses herrschte. Die Entscheidung über schön oder hässlich fällten die Probanden im Durchschnitt in 1,3 Sekunden pro Abbildung.

"Es ist ein Thema, das lange Zeit nicht beachtet wurde - auch im Studiencurriculum kam es nicht vor", meint Jacobsen. Ziel sei es gewesen, die Bedeutung der Verarbeitung des Schönen weiter aufzuklären. Jetzt gehe es darum, die einzelnen Strukturen für Gehirnareale in ihrer Funktion für die ästhetische Beurteilung genauer zu benennen. Die Untersuchungen sollen kommendes Jahr in einem von der Europäischen Union unterstützten Projekt fortgeführt werden. Dann wollen die Forscher untersuchen, wie das Gehirn der Probanden auf musikalische Reize reagiert.
(Universität Leipzig, 26.10.2005 - NPO)
 
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