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Donnerstag, 09.02.2012
Online-Vorlesungen auf einen Klick
Internetplattform "world lecture project" hilft bei der Suche
Immer mehr Bildungseinrichtungen bieten Vorlesungen in digitalen Formaten im Internet an. Bislang fehlte jedoch eine übergreifende Plattform, die das täglich wachsende Angebot systematisch ordnet. Das kollaborative Internetprojekt "world lecture project" (wlp) schlägt jetzt eine Schneise in den Datendschungel – es hilft bei der Suche nach nach Audio- und Videovorlesungen im Internet.

Computertastatur
Computertastatur
© MMCD/Golembski
Über die unter http://www.world-lecture-project.org/
Erreichbare Datenbank des "wlp" können bereits heute über 600 Vorlesungen und Vorträge direkt aufgerufen werden. Darunter sind so berühmte Sprecher wie UN-Generalsekretär Kofi Annan, der Sprachwissenschaftler Noam Chomsky oder der Philosoph Jürgen Habermas. Und, verteilt auf Servern in allen Winkeln der Welt, warten viele Schätze auf Entdeckung.

„Wiki“-Prinzip hilft bei Datensammlung
Mag die reine Zahl der Vorträge und Reden noch gering sein – mit zunehmendem Bekanntheitsgrad des „world lecture project“ wird sie rasch steigen. Denn „wlp“ macht sich das so genannte Wiki-Prinzip zu Nutze: Jeder darf und soll editieren. Sowohl Lehrende als auch Studierende können Links auf Vorlesungen einstellen und weitere Informationen hinzufügen. Viel Zeit nimmt das nicht in Anspruch. Lediglich der Titel der Vorlesung, Dozent, Universität und Fachgebiet, Sprache, eine knappe Inhaltsangabe sowie Schlagworte sollen eingegeben werden.

„wlp“-Gründer Michael Fischer ist überzeugt, dass Universitäten, Professoren und ihre Assistenten die „wlp“-Plattform bald zu schätzen wissen: „Das ‚world lecture project’ ist ein Multiplikator. Mit Videovorlesungen erreichen Bildungseinrichtungen über das Internet eine größere Öffentlichkeit. Sie stellen ihr Bildungsangebot vor und bewerben es quasi als Nebeneffekt.“ Langfristig sei zu erwarten, dass der verstärkte Einsatz von Videovorlesungen die Qualität des Lehrangebots sowohl in der Breite als auch in der Aufbereitung verbessern wird. Studierende wie Lehrende profitierten von einem allgemein höheren Bildungsniveau.

Darüber hinaus will „wlp“ ein internationales Bildungsnetzwerk schaffen.
Bald sollen sich die Nutzer in Foren über Online-Vorlesungen, Fachgebiete sowie Forschungsinteressen austauschen. Studenten und Dozenten können hier mit Kommilitonen und Kollegen diskutieren und untereinander Kontakte knüpfen. Die erste Resonanz ist viel versprechend: Unter den registrierten Nutzern sind neben Europäern auch Anwender aus Peru, Bolivien, Mexiko, Benin und den USA.
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